Nach einer Amtszeit ist Schluss: Egenhofens Bürgermeister will nicht erneut kandidieren

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Martin Obermeier hört nächstes Jahr als Bürgermeister von Egenhofen auf. © tb

Ein Eintrag in die Ortschronik ist ihm auf jeden Fall sicher: Er war der erste hauptamtliche Bürgermeister Egenhofens. Bei den Kommunalwahlen im kommenden Jahr will der 67-Jährige aber nicht erneut antreten – aus Altergründen.

Egenhofen - Es waren große Fußstapfen, in die Martin Obermeier, am 1. Mai 2020 trat. Sein Vorgänger Josef Nefele hatte 24 Jahre lang die Geschicke der Gemeinde geleitet, ehrenamtlich. Obermeier aber war der erste hauptamtliche Bürgermeister von Egenhofen.

Erneut kandidieren will der 67-Jährige nicht. „Ich wäre zum Ende der zweiten Amtszeit 74 Jahre alt, das muss nicht sein“, erklärt er. Er sei damals auch nur für eine Periode angetreten, da das Alter für hauptamtliche Bürgermeister auf 65 Jahre beschränkt war.

Kompletter Rückzug aus der Kommunalpolitik

Das gilt seit der Kommunalwahlrechtsnovelle von 2023 aber nicht mehr. Theoretisch wäre eine erneute Kandidatur nun also möglich, aber Obermeier möchte nicht mehr. „Ich werde mich komplett aus der Kommunalpolitik zurückziehen“, sagt er.

Obermeier, der in Wenigmünchen lebt, ist seit 2002 im Egenhofener Gemeinderat. Bis Ende 2018 gehörte er derselben Gruppierung wie Nefele an, nämlich der Bürgermeinschaft Gesamtgemeinde Egenhofen (BGE). Da die BGE aber Hauptamtsleiter Robert Kölll ins Rennen um die Nefele-Nachfolge schickte, trat Obermeier aus und gründete 2019 die Neue Liste Egenhofen (NLE). Diese schaffte auf Anhieb den Sprung ins Gremium – als stärkste Kraft sogar.

Viele Jahre ist Obermeier Seniorenreferent gewesen. Unter anderem hat er den Kaffeeratsch für Senioren initiiert. Ratschen tut der 67-Jährige übrigens sehr gerne, wie er selber sagt.

Darauf freut er sich auch, wenn seine Amtszeit als Bürgermeister zu Ende geht: „Dann kann ich wieder mit den Leuten ratschen, ohne, dass Gemeindethemen im Fokus stehen, völlig frei und ungezwungen.“ Und auch für sein Hobby, die Geschichte, bleibt dann mehr Zeit.

Wer Obermeier nachfolgt, ist unklar. Wie CSU-Fraktionschef Wilhelm Menke auf Nachfrage erklärt, überlegen die Christozialen eine Kandidaten aufzustellen. „Die Sondierungen laufen gerade“, so Menke. Eine Entscheidung soll bis zur Sommerpause fallen.

Vize-Bürgermeister überlegt

Und auch Vize-Bürgermeister Thomas Mösl (Bürgervereinigung Aufkirchen, BVA) denkt darüber nach, seinen Hut in den Ring zu werfen. Eventuell als parteifreier Kandidat, wie er auf Nachfrage sagt. Auch er will eine Entscheidung bis zur Sitzungspause im Sommer treffen.

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