Telegraph: Europa darf nicht mehr feige die Augen vor der Ukraine verschließen

Während die Ukraine unter den russischen Angriffen leidet, bleibt Europa zögerlich. Putin nutzt gezielt den Winter, um die ukrainische Bevölkerung durch Angriffe auf die Energieversorgung zu terrorisieren. Der Westen des Kontinents steht deshalb laut "Telegraph" vor einer Entscheidung: Entweder findet er neuen Mut und handelt, oder versinkt weiter in "moralischem Verfall".

Russland verstärkt Angriffe auf Zivilisten

Russische Raketen und Drohnen attackieren gezielt die ukrainische Infrastruktur. Die Strategie ist laut "Telegraph" klar: Dunkelheit und Kälte sollen die Bevölkerung zermürben. 

Der Autor Hamish de Bretton-Gordon zieht Parallelen zu Putins Vorgehen in Syrien, wo ziviles Leid instrumentalisiert wurde, um Macht zu sichern. Europäische Staaten ignorierten jedoch diese Realität und überließen die Ukraine ihrem Schicksal. 

Russlands Präsident Wladimir Putin.
Russlands Präsident Wladimir Putin. picture alliance / Picvario Media | Roman Naumov

Europa als letzte Hoffnung

Laut dem "Telegraph" ist Europa die letzte Hoffnung für die Ukraine, um Putins Krieg zu stoppen. Luftabwehrsysteme könnten zivile Infrastruktur schützen, ohne als Eskalation zu gelten. Der Einsatz moderner westlicher Waffen wie Tomahawk-Raketen könnte zudem die Lage entscheidend drehen.

Die russischen Streitkräfte setzen das ukrainische Militär weiter stark unter Druck. Kiews Truppen mussten sich aus der strategisch wichtigen Stadt Siwersk im Norden der Region Donezk zurückziehen. Im Gebiet um den Ort tobten weiterhin heftige Kämpfe, teilte der Generalstab bei Facebook mit. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagte angesichts schwerer Luftangriffe russischen Zynismus unmittelbar vor Weihnachten.