Das neue Feuerwehrhaus in Neuhaus ist am Entstehen, und eigentlich sollte auf dem Gelände auch ein Funkmast von Telefonica auf dem Gelände Platz finden. Daraus wird zumindest vorläufig nichts.
Schliersee - Vielmehr hat der Mobilfunkanbieter bei der Gemeinde angeklopft und sich erkundigt, ob nicht die provisorisch im Kurpark aufgestellte Anlage beziehungsweise ein neuer Mast dauerhaft dort stehen könnte. Eine Entscheidung gibt es noch nicht, dafür sorgte das Thema für Zoff im Gemeinderat.
Eigentlich stand der Punkt auf dem nicht öffentlichen Teil der Tagesordnung. Auf Wunsch von Horst Teckhaus wurde zumindest der Sachvortrag aber öffentlich behandelt. Dort wetterte der PWG-Gemeinderat gegen das Rathaus. Es sei ihm unverständlich, dass dieses sich nicht um den Funkmast gekümmert habe, etwa indem es Druck auf den Anbieter ausübt, ja sogar von Sanktionen sprach Teckhaus. Eine Frage der guten Bauleitung sei das.
Geschäftsleiter Jörn Alkofer hatte da schon davon berichtet, dass die Gemeinde Telefonica nicht nur einmal aufgefordert hatte, die notwendigen Daten zu liefern. Diese hätte es für die Planung gebraucht, wenn eine Anlage auf dem Dach angebracht werden sollte, aber auch – wie offenbar bevorzugt – für einen Standort neben dem Feuerwehrhaus. Allein es sei nichts gekommen, sagte Alkofer, und nachdem Teckhaus und dessen Fraktionskollege Karl Hiermeyer („keine Schuldzuweisungen, aber es war bekannt, dass der Funkmast ein Provisorium ist“) nachgelegt hatten, stellte der Geschäftsleiter klar: „Die Firma hat eingestanden, dass sie es selbst versaubeutelt haben.“
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Die Sendeanlage befand sich einst auf der Alperie, und als diese saniert wurde, als mobile Anlage daneben. Als auf diesem Platz dann der Bau des Feuerwehrhauses begann, wanderte der Mast in den Kurpark und sollte dann eben neben das Spritzenhaus.
Wenn dieses fertig ist, läuft der Vertrag für den Kurpark aus, und die Anlage muss weg. Doch für einen Umzug zum Feuerwehrhaus fehlen die Voraussetzungen. Der Baugrund dort ist schwierig, selbst ein Fundament müsste gegründet werden. Aber auch dafür bräuchte es Infos zur Höhe des Mastes und weitere Daten. „Ich kann das nicht auf Verdacht bauen“, sagte Alkofer.
Bernd Mayer-Hubner (Grüne) bekräftigte, sich mit einem Funkmast im Kurpark „überhaupt nicht anfreunden“ zu können, schließlich habe man das Fleckerl schon öfter gegen diverse Begehrlichkeiten verteidigt. Aus den weiteren Wortmeldungen sprach Unverständnis für die Kritik seitens der PWG. „Es ist nicht die Aufgabe der Gemeinde, für andere zu planen“, sagte Astrid Leitner.
Wie Schnitzenbaumer auf Anfrage mitteilt, fiel auch in nicht öffentlicher Sitzung keine Entscheidung – wiederum weil bei der Anfrage von Telefonica die notwendigen Details zu dem Mast fehlten. Wie hoch? Wo genau? Der Anbieter wird nachbessern müssen und sich am besten wohl einen anderen Standort suchen. Oder Optionen für das Feuerwehrhaus aufzeigen. Das übrigens bekommt trotzdem eine Funkanlage – wie geplant für den Behördenfunk.