Die Stadt sucht Investoren für das leerstehende Traditionshaus. Stadträte hatten den Kauf als „Fiasko" kritisiert.
Eigentlich sollte es die Erweiterung des Rathauses werden, doch nun heißt es für den altehrwürdigen Zieglerbräu in der Altstadt offensichtlich: Zurück zu den Wurzeln!
Gebäude steht zwei Jahre leer
Wie die Stadt gestern nämlich via Pressemitteilung verkündete, hat die Stadt als Eigentümerin des seit zwei Jahren leerstehenden Gebäudes „einige Dinge ins Rollen gebracht, um das traditionsreiche Haus aus dem 17. Jahrhundert wieder mit Leben zu füllen“. Oberbürgermeister Florian Hartmann lässt sich zitieren mit dem Satz: „Unser mittelfristiges Ziel ist es, im ehemaligen Zieglerbräu wieder einen zukunftsfähigen Gastronomie- und Hotelbetrieb zu etablieren.“
Dazu habe ein „Team aus Hotelarchitekten und Hotelentwicklern“ das Gebäude an der Konrad-Adenauer-Straße umfassend untersucht und einen ersten Entwurf für die künftige mögliche Nutzung des Zieglerbräu als Restaurant und Hotel entwickelt. Ebenso liegt der Stadt laut OB bereits eine „grobe Wirtschaftlichkeitsstudie“ zur „Umgestaltung“ vor.
In einem nächsten Schritt sollen nun Investoren für das Hotelprojekt gesucht werden, „denn die Stadt wird sich finanziell nicht am Umbau beteiligen“, so OB Hartmann. Parallel dazu bereite die Stadt bereits den Entwurf eines Erbbaurechtsvertrags mit einem möglichen künftigen Investor vor.
Nach dem endgültigen Abschied der bisherigen Wirtsfamilie hatte die Stadt ausführlich über mögliche Nutzungen diskutiert. Ursprünglich angedacht war, oben Büroräume und im Erdgeschoss eine Gastronomie samt kultureller Nutzung zu ermöglichen. Aufgrund der hohen Kosten, die eine Sanierung des alten Gebäudes verursacht hätte, setzte sich Ende 2024 aber im Stadtrat die Erkenntnis durch, dass es schlauer wäre, das Gebäude wieder zu verkaufen. Einzelne Stadträte nannten den Zieglerbräu gar einen „Fehlkauf“ und „Fiasko“.
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