Ein Supermarkt für Steinkirchen

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Alois Attenberger möchte einen Supermarkt für Steinkirchen. © Birgit Lang

Steinkirchen - Initiator Alois Attenberger sucht Unterstützer für seine Idee, einen Supermarkt nach Steinkirchen zu holen. Am Dienstag, 22. Juli, beschäftigt sich der Gemeinderat mit dem Thema.

Ein Supermarkt für die 1360-Seelen-Gemeinde Steinkirchen mag vielen beim ersten Gedanken als nicht realisierbar erscheinen. Alois Attenberger sieht das anders. Deshalb hat er einen Aufruf gestartet, bei dem sich die Einwohner in seiner WhatsApp-Gruppe „Supermarkt für Steinkirchen“ anmelden und mitentscheiden sollen. Wer möchte, kann seine Stimme auch unter der Telefonnummer (01 60) 434 85 45 abgeben.

265 Befürworter hat er schon in zwei Wochen erhalten. Mindestens 800 sollen es bis 15. August 2025 werden. Die entsprechende Anzeige hängt zudem an den örtlichen Anschlagtafeln in Baustarring, Hofstarring, Inning, Oberbierbach, Schröding, Steinkirchen und Thalheim, denn auch die Nachbargemeinden sollen in den Genuss des Supermarktes kommen. Ebenso ist im Kindergarten beim Pfarrbüro und der Feuerwehr ein Exemplar angebracht.

Es geht ihm darum, dass Bürgermeister Hans Schweiger und der Gemeinderat sich für einen Supermarkt mit integriertem Backshop im Ort einsetzen, wenn sich eine Mehrheit der Gemeindebürger dafür ausspricht.

Der 65-Jährige Initiator ist in Steinkirchen aufgewachsen und wohnt jetzt wieder in seinem Elternhaus. Er war in unterschiedlichen Firmen beschäftigt, lange Zeit selbstständig und viel im Außendienst unterwegs. Attenberger ist nicht blauäugig. Er weiß, dass es solche Supermärkte in anderen Orten gibt, etwa in Oberding, wo ein Netto eröffnet wurde. Er habe schon einige Supermarkt-Eröffnungen in der WhatsApp-Gruppe gepostet, um zu zeigen, dass es möglich ist, solche Projekte zu realisieren. Es bestehe bereits ein Kontakt mit einem Lebensmittel-Discounter, sagt er.

Attenberger geht es vor allem um die Nahversorgung der alten Menschen. Beim Einkauf im Supermarkt würden sie aus ihrer Wohnung rauskommen und andere Menschen treffen. Soziale Kontakte im Alter seien wichtig, betont er.

Nahversorgung für Senioren

Steinkirchen sei der „zentrale Mittelpunkt im Holzland, daher auch der richtige Ort, um hier eine zukunftsträchtige Nahversorgung zu etablieren. Denn auch die Bürger der umliegenden Gemeinden sollen hier einkaufen. Gerne könnte es dort regionale Produkte und ein kleines Café geben.

Die Idee finden viele gut, viele sind jedoch auch skeptisch. „Ja, haben wollen wir ihn schon, aber ob wir auch einen Supermarkt kriegen, ist die andere Frage“, erklärt Steinkirchens Bürgermeister Hans Schweiger. Weil das Vorhaben einige Bürger vorantreiben wollen, habe man auf Anfrage einer Privatperson eine Anzeige im Holzlandblatt veröffentlicht. „Wir möchten die Leute unterstützen, unternehmen aber keine großen Anstrengungen“, so der Bürgermeister weiter. Erstmal müsse ein Anbieter kommen und Interesse zeigen.

Positiver beurteilt Markus Wegmaier diese Initiative, die er voll unterstützte. „Man braucht nur an unsere Senioren denken, das ist mein größtes Anliegen. Kürzere Wege in der Nahversorgung wären wünschenswert, da schon für unsereins das Verkehrschaos in Taufkirchen oft abschreckend ist“, erklärt der Vorsitzende des FSV Steinkirchen. Für das ganze Holzland würde dies einen großen Mehrwert bedeuten, ist er überzeugt. „Das Ganze kann aber nur funktionieren, wenn die Bevölkerung dahintersteht.“

Weil immer wieder Kritik laut werde, dass in den kleinen Lebensmittelläden nur das eingekauft werde, was im großen Supermarkt vergessen wurde, stellt Attenberger eine Rechnung auf: Bei 1360 Personen, die pro Woche für 20 Euro einkaufen würden, seien dies auf vier Wochen gerechnet 108 800 Euro.

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