Minions, Matsch und Muskeln

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Super Swing oder super-nass: Auf einer XXL-Schaukel galt es ein Wasserhindernis zu überwinden. © Tanja Maier

7500 Xletix-Teilnehmer bei brütender Hitze am Kronthaler Weiher am Start

Xletix Erding
Ab durch den Schlamm mussten die Teilnehmer. Sie robbten unter dem Stacheldraht hindurch. © Tanja Maier

Bei knapp 30 Grad schwitzten die Teilnehmer schon, bevor sie sich überhaupt auf die Strecke wagten. Der Kronthaler Weiher hat sich beim Extrem-Hindernislauf Xletix am Samstag wieder in ein Abenteuerland verwandelt. Die Mischung aus Ausdauerlauf und Dschungelprüfung lockte tausende Sportler an.

Xletix Erding
Hohe Hürden mussten genommen werden und sorgten für viel Schweiß bei Temperaturen um die 30 Grad. © Tanja Maier

Beste Stimmung herrschte bei den Teilnehmern, die unter Stacheldrähten durch dicken Schlamm robbten, Container hochkletterten oder mit einer Riesenschaukel in den Matsch hüpften. So heizten sie sich gegenseitig an, baten sich eine helfende Hand und hatten jede Menge Spaß. Auch eine kleine Schlammschlacht war zwischendurch mal drin. Die zahlreichen Badegäste und Angehörigen der Läufer feuerten sie an, wenn es zur Zielgeraden ging.

Xletix Erding Outdoor-Power-Team
Gemeinsam stark war das Outdoor Power Team aus Erding mit (vo., v.l.): Alexander von Gerichten, Martina Thieme, Manuel Kurreck, Erik Krimm, Laura Mittermaier, Harry Skazel; (hi., v.l.) Larissa Krause, Christoph Bernhardt, Toby Heider, Franz Rohmfeld, Isabella Hawranke, Lukas Tolopio und Alexandra Paparadopulus. © Tanja Maier

In der Wettkampfzone galt es, bis zu 35 Hindernisse zu überqueren. Die Läufer hatten die Wahl zwischen sechs, 12 oder 18 kilometerlangen Strecken. Für den Lauf schmissen sich einige besonders in Schale: So konnte man Bierkönig-Fans, Läuferinnen im Entchenkostüm oder eine Horde Minions entdecken.

Vom Bierkönig bis zur Fünffach-Oma

Der Hindernislauf sei für alle und jeden, erklärte Crew-Mitglied Niklas Muder. Ab 14 Jahren könne man teilnehmen, die Erfahrung zeige aber, dass die meisten Läufer zwischen 20 und 40 Jahren alt seien.

„Das Teamgefühl steht im Vordergrund, nicht der Individualismus“, erzählt Muder der Heimatzeitung. Mit rund 7500 Teilnehmern sei der Lauf in Erding der größte einzelne Eventtag.

Im Ziel angekommen, wurden die Hindernisläufer mit einem großen Applaus begrüßt. Schnell ging es noch in die Fotobox, danach wartete eine kühle Erfrischung auf die „Finisher“.

Unter den tausenden Läufern befand sich auch das 26-köpfige Team rund um den Erdinger Personaltrainer Manuel Kurreck. Und diese Truppe hat gezeigt, dass ihnen der Teamgeist besonders wichtig ist. „Das Coole ist, dass die Schwächsten die Gruppe anführen“, meint Alex von Gerichten.

Das gebe ihnen nochmal einen „Mega-Push“. „Man darf auch länger brauchen“, sind sich Kurreck und von Gerichten einig. Fünf Stunden hat das Outdoor-Power-Team insgesamt gebraucht. Den Erdingern war es wichtig, gemeinsam ins Ziel zu kommen. Zufrieden sind sie mit ihrer Leistung allemal.

Im Team mit dabei ist die fünffache Oma Martina Thieme. „Es macht einfach Spaß. Die jungen Leute helfen mir, wenn ich etwas nicht kann“, sagt sie freudestrahlend. Bei der Rutsche in den Weiher kam bei ihr Bammel auf, allein schon wegen der Höhe. „Das Überwinden ist die Erlösung“, meint Kurreck. Am schwierigsten fanden sie alle die 4,5 Meter hohe Halfpipe, die man hoch sprinten musste. Mit zu wenig Anlauf ging es gleich wieder runter.

Sogar internationale Teilnehmer am Start

Das Sportevent der Extra-Klasse zog Teilnehmer von weit her an: So reisten Sportler aus Kiel oder Frankreich an. Für Benjamin Demond war der Lauf ein Geburtstagsgeschenk.

Gemeinsam mit Freunden hat er die zwölf kilometerlange Strecke bezwungen. „Meine eigene Truppe“, antwortet der Sportler auf die Frage, was ihm am Lauf am besten gefallen habe. „Aber einfach das Gesamtkonzept mit der Abwechslung zwischen Station und Lauf“, sagt er. Demond stammt vom Bodensee. Der Lauf in Erding sei der nächste in seiner Nähe gewesen.

„Spaß machen mir alle Stationen“, erzählt Kurreck schmunzelnd. Am besten gefallen ihm aber diejenigen mit Wasser, um sich abkühlen zu können. Die Riesenrutsche etwa sei „sehr erfrischend“, ergänzte Teamkollege von Gerichten.

„So ein Lauf bleibt in Erinnerung. Wenn man das durchzieht, sieht man, was man leisten kann“, sagte der stolze Teamleiter. Und das gebe Selbstbewusstsein. Für Kurreck ging es nach den 18 Kilometern Hindernisse als Belohnung mit der Familie in den Biergarten.

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