Heute Abend (7. Dezember) läuft im Ersten Mechthild Großmanns finaler Auftritt als Wilhelmine Klemm in der „Tatort“-Folge „Die Erfindung des Rades“. Damit geht nach 23 Jahren und insgesamt 48 Einsätzen eine prägende Zeit für den Münster-„Tatort“ zu Ende. Die resolute Staatsanwältin mit der unverkennbar tiefen Stimme begleitete Millionen Zuschauer durch zahlreiche Fälle – stets im Zusammenspiel mit Axel Prahl als Kommissar Thiel und Jan Josef Liefers in seiner Rolle als Gerichtsmediziner Börne.
Darum hört Mechthild Großmann beim auf „Tatort“ auf
Warum ist jetzt Schluss? Die Schauspielerin selbst gibt gegenüber „Bild“ eine klare Antwort: „Ich werde diesen Monat 77, ganz einfach, das ist meine Antwort darauf.“ Nach fast einem Vierteljahrhundert vor der Kamera sei es für sie an der Zeit, die Krimireihe hinter sich zu lassen.
Mechthild hat einen besonderen Wunsch für die Zukunft
Die Schauspielerin hegt einen ganz besonderen Karriere-Wunsch für die Zukunft, wie sie im ARD-Boulevardmagazin „Brisant“ offenbart: „Ich würde wahnsinnig gerne mal das Unsympathischste spielen, was es gibt. Richtig unsympathisch. Nicht so blöd böse, sondern richtig mies. Ich finde die aufregender als die Helden.“
Mechthild Großmann hat schon Pläne für die Zeit nach dem „Tatort“
Trotz der offiziellen „Tatort-Rente“ hat Großmann keineswegs vor, sich aus komplett aus dem Rampenlicht zurückzuziehen. Im Interview mit der „Bild“ verriet sie ihre zukünftigen Pläne: Lesungen, Theateraufführungen und Literaturprojekte stehen auf dem Programm. So plant sie Puschkin-Lesungen mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, spanische Musik und Texte von Don Quichotte. „Ich freue mich auf ganz viel Literatur und Theater“, so Großmann weiter.
„Wir gehören ja zum fahrenden Volk. Viele Lesungen, Theater. Im Dom von Münster bin ich zu hören. Mich hat jemand gefragt, ob ich nicht noch etwas mit Jura machen will. Dafür hätte man mir schon früher eine Million anbieten können. Niemals. Ich wollte immer Schauspielerin werden“, berichtet Großmann kürzlich gegenüber „Bild".
Die Bühne bleibt also weiterhin Teil ihres Lebens – nur eben in einem anderen Rahmen als der TV-Krimi.
Mechthild Großmann geht: Sie ist die Neue beim Münster-"Tatort".