Im Schweizer Glatttal streiten sich ein 89-jähriger und ein 73-jähriger Mann seit fast einem Vierteljahrhundert um die Grenze zwischen ihren Grundstücken. Laut „Blick“ wollte der ältere der beiden Rentner im Januar 2022 die Grenze mit Schnüren markieren und wurde dabei von seinem Nachbarn angegriffen.
73-Jähriger erlitt bei Nachbarschaftsstreit Schädelbruch
Anschließend gingen die Männer „mit einer 2,5 Kilogramm schweren Eisenstange und einem Metallrohr“ aufeinander los und beschimpften sich mit „Sauhund“ und „Schafseckel“. Der jüngere Rentner blieb schließlich mit einem Schädelbruch blutüberströmt am Boden liegen. Der ältere Rentner wurde festgenommen und verbrachte laut „Blick“ einen Monat im Gefängnis.
Die Staatsanwaltschaft forderte nun für beide Rentner eine bedingte Freiheitsstrafe von 24 Monaten wegen versuchter schwerer Körperverletzung. Das Bezirksgericht Uster verurteilte den 89-Jährigen wegen versuchter schwerer Körperverletzung zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten. Der 73-Jährige wurde wegen Beschimpfung zu einer bedingten Geldstrafe von zehn Tagessätzen à 50 Franken (etwa 52 Euro) verurteilt, berichtet „Blick“.
Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Rentner haben Berufung beim Obergericht eingelegt. Ein Urteil steht noch aus.
Rentnerpaar verliert teuren Rechtsstreit um Grundstücksgrenze
Ein weiterer Nachbarschaftsstreit landete ebenfalls vor Gericht: Ein Rentnerehepaar aus Essex muss 240.000 Euro zahlen, nachdem es einen Rechtsstreit über die Nähe ihres umgebauten Hauses zum Nachbargrundstück verloren hat. Samuel und Kathleen Horton hatten ihre Garage zu einem Haus umgebaut, das nur 40 Zentimeter von der Grundstücksgrenze entfernt ist.
Das Ehepaar legte mehrfach Berufung ein, verlor jedoch und wurde zur Zahlung von Schadenersatz und Gerichtskosten verurteilt.
Der Richter des High Court empfahl dem Ehepaar, den Rechtsstreit zu beenden und die gezogene Grundstücksgrenze zu akzeptieren.