Wieder keine Mehrheit für neue Namen

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Die Seestraße in Herrsching ist nicht die einzige in der Gemeinde - in Breitbrunn gibt es auch eine. So bleibt es auch. © Stefan A. Schuhbauer-von Jena/Archiv

Die Zwillingsstraßen bleiben: Im Gemeinderat fand sich keine Mehrheit für eine Änderung der Straßennamen Kapellenweg und Seestraße in Herrsching oder Breitbrunn. Einmal wieder.

Herrsching – Die Geschichte der Zwillingsstraßen in Herrsching dreht sich weiter im Kreis. Seit sieben Jahren kämpft Wolfgang Schnetzer darum, dass die Straßen Kapellenweg und Seestraße, die es jeweils in Herrsching und Breitbrunn gibt, nicht mehr gleich benannt sind. Seit sieben Jahren beißt er in der Gemeinde auf Granit. Zuletzt am Montag, als dem Gemeinderat das Ergebnis einer erneuten Befragung der jeweiligen Anwohner vorlag. Schnetzer, der in der Sitzung kurz zu Wort kam, versprach: „Ich kämpfe weiter.“

Auf Anweisung der Aufsichtsbehörden hatte die Gemeinde im Sommer erneut eine Umfrage durchgeführt, nachdem das Thema eigentlich schon zu den Akten gelegt worden war. Wolfgang Schnetzer allerdings hatte im Innenministerium bewirken können, dass sich die Gemeinde erneut mit der Umbenennung befassen musste. Wie Bürgermeister Christian Schiller unterdessen herausgefunden hat und am Montag erklärte, nur deshalb, weil im Ministerium nicht bekannt gewesen sei, dass bereits Umfragen durchgeführt worden seien. Zu dem Zeitpunkt waren 358 Anlieger bereits erneut angeschrieben worden.

Anwohner mehrheitlich gegen Änderung

In vielen Fällen gab es keine Rückmeldung, in keinem Fall eine Mehrheit für die Umbenennung der Straße, die für Anwohner eine Adressenänderung nach sich ziehen würde. Im Kapellenweg in Breitbrunn, an dem Schnetzer wohnt, stimmt nur sechs von 37 Anlieger für eine Änderung, am Herrschinger Kapellenweg nur 15 von 46 Anliegern. Ähnlich an der Seestraße in Breitbrunn – nur 30 von 275 waren für eine Umbenennung. Schnetzer verwies auf sechs Fälle in jüngster Vergangenheit, in denen der Sanka an die falsche Adresse gefahren sei. Bei der Abfrage der Rettungsleitstelle durch die Gemeinde habe dies keine Erwähnung gefunden – im Gegenteil. In den Stellungnahmen, die dem Gemeinderat vorlagen, wurden Verwechslungen nahezu ausgeschlossen.

Der Gemeinderat entschied deshalb wie immer: Gegen die Stimmen von Grünen und FDP bleibt es, wie es ist. Und Schnetzer? „Ich bin noch nicht am Ende.“ Die entscheidende Frage für Alexander Keim (FDP) war: „Sitzen wir in einem halben Jahr nicht wieder da?“ Garantieren wollte Schiller nichts, „aber mehr kann man nicht machen“, sagte er.

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