Während der Faschingsferien herrscht in den Skigebieten im Landkreis Garmisch-Partenkirchen nochmal Hochbetrieb. Danach stehen einige Lifte erstmal still – jedoch nicht alle.
Der Fasching steuert in Garmisch-Partenkirchen auf seinen Höhepunkt zu. Selbiges gilt auch für die Wintersportsaison. Während der Schulferien wird´s in den Skigebieten traditionell noch einmal rappelvoll. Viel hängt von den äußeren Bedingungen ab. Die haben es zuletzt nicht gut mit den Verantwortlichen gemeint, die Temperaturen kletterten teils deutlich über zehn Grad Celsius. Trotzdem halten die Pisten – noch. Nur am Kranzberg stehen die Lifte still. Das Tagblatt hat sich umgehört, wo und wie lange man im Landkreis noch Skifahren kann.
In den zwei größten Skigebieten dürfte nochmal Hochbetrieb herrschen. Zumal das Classic-Gebiet mit vollem Angebot in die Schulferien geht. „Wir starten mit allen Anlagen und Pisten“, sagt Verena Tanzer. Die Sprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn ist optimistisch, dass sich daran erst einmal nichts ändert. Lediglich bei der Horn-Abfahrt ist es fraglich, wie lange sie noch geöffnet bleibt. Keine guten Neuigkeiten gibt es für Tourengeher: Die Aufstiegsspur über die Tonihütte ist aktuell geschlossen. Generell sei die Schneelage rund um Kreuzeck und Hausberg dank der Beschneiung aber „noch sehr gut“. Wenn es die Witterung zulässt, soll die Saison im Tal noch bis einschließlich 30. März laufen. Auf der Zugspitze kommen Wintersportler vermutlich noch ein paar Wochen länger auf ihre Kosten. Deutschlands höchstgelegenes Skigebiet schließt nach aktuellem Stand erst am 4. Mai. Auch wenn sich der Schneefall dort ebenfalls in Grenzen hielt, sind praktisch alle Pisten – ausgenommen die Riffelriß-Abfahrt – weiter geöffnet. Tanzers Zwischenfazit für beide Gebiete fällt positiv aus: Die Gästezahlen, konkrete nennt sie noch nicht, sind bislang „sehr zufriedenstellend“.
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Am Ried zehren die Betreiber noch davon, dass sie zu Beginn des Winters fleißig beschneit haben. „Damit kommen wir noch durch die Ferien“, sagt Gitte Juhran von der Touristinfo. Lediglich am Faschingssonntag ist der Hang für die „Highland Games“ reserviert, Zuschauer sind aber willkommen. Mit dem 9. März endet eine Saison, welche die Verantwortlichen zuversichtlich stimmt. Witterungsbedingt musste die Piste nur an einem Tag gesperrt werden. Das haben die Beteiligten auch schon ganz anders erlebt.
Rund 500 Meter lang ist die Abfahrt am Rabenkopf in Oberau. Besonders bei denen, die erst seit kurzem auf den Brettern stehen, ist sie beliebt. Auch wenn sie der einzige weiße Fleck in Oberau ist, kann man den Verantwortlichen zufolge dort noch „gut“ Skifahren. Aktuell befördert der Schlepplifte seine Gäste nur am Wochenende nach oben. In den Faschingsferien geht er aber zu „90 Prozent“ nochmal täglich in Betrieb. Wie es nach dem 9. März weitergeht, machen die Verantwortlichen dann von der Wetterlage abhängig.
Auch im Ammertal können Sportler noch ihre Schwünge ziehen. Am Steckenberg in Unterammergau nimmt man noch das Faschingsgeschäft mit und beschließt zum 10. März die Saison. Ein paar Kilometer weiter, am Kolben, sollte die ursprünglich bis 30. März laufen. Für eine finale Prognose ist es den Verantwortlichen der AktivArena noch zu früh. Klar ist: Wer im Passionsdorf Skifahren oder Rodeln möchte, kann das während der Ferien auf jeden Fall noch tun.
Still stehen seit Montag die Lifte am Kranzberg in Mittenwald. Bei der Alpenwelt Karwendel bedauern sie es sehr, dass „die Schneelage dem Betreiber keine andere Wahl“ ließ. Bis auf Weiteres bleibt die Anlage erstmal geschlossen. Etwas besser sieht es noch am Barmseelift in Krün aus. Das Gebiet, das viele Anfänger anzieht, ist während der Schulferien noch geöffnet. Ob das darüber hinaus so bleibt, entscheidet – einmal mehr – die Witterung. (tsch)