Angriff auf russische Gummifabrik: Feuer in strategisch wichtiger Anlage

In der russischen Region Tula wurde eine synthetische Gummifabrik angegriffen und geriet in der Nacht zum 24. Dezember in Brand. Das berichtet der "Kyiv Independent". Die Anlage ist ein zentraler Bestandteil der russischen Verteidigungsindustrie.

Laut Aussagen von Anwohnern und regionalen Behörden wurde die Fabrik in der Stadt Efremow getroffen. Bilder und Augenzeugenberichte zeigen laut "New Voice of Ukraine" das Feuer in der Einrichtung, die südlich von Moskau liegt.  

Fabrik produziert Militärausrüstung

Die Fabrik produziert laut "Kyiv Independent" synthetischen Gummi und Polymere, die unter anderem in Reifen für Militärfahrzeuge und gepanzerte Mannschaftstransporter verwendet werden. Auch Dichtstoffe, Isolierungen für militärische Elektronik und Korrosionsschutzbeschichtungen für Waffensysteme gehören zu den Produktionsgütern.

Der Gouverneur der Region Tula bestätigte den Angriff und das Feuer in einem Unternehmen der Region, nannte jedoch keine weiteren Details zu Schäden oder möglichen Opfern. 

Frühere Angriffe auf strategische Ziele in Tula

Die pro-ukrainische Partisanengruppe Atesh hatte Anfang des Jahres einen Angriff auf einen Kommunikationsturm einer Luftverteidigungsfabrik in Tula für sich reklamiert.

Ob die aktuellen Ereignisse mit Drohnenangriffen zusammenhängen, bleibt unklar. Das russische Verteidigungsministerium meldete, dass seine Luftabwehr 172 ukrainische Drohnen in mehreren Regionen abgeschossen habe, ohne den Vorfall in Tula direkt zu erwähnen.