Investor Franzky beteuert: „Das Geld kommt“

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Keine Spur von Pessimismus: Investor Ulrich Franzky glaubt weiter felsenfest an die Realisierung seines Hotelprojekts auf dem Kaffeefeld. © PETER KORNATZ

Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Mountain-Resort-Mittenwald-GmbH ist seit vergangenem Freitag eröffnet. Kein Grund zur Besorgnis für deren Geschäftsführer Ulrich Franzky. Mehr denn je glaubt der Investor an sein Hotel-Projekt auf dem Kaffeefeld und an frisches Geld aus der Schweiz.

Mittenwald – „Es ist unglaublich, wie man heute kämpfen muss“, sagt Ulrich Franzky mit leicht verwunderter Stimme. Der Münchner IT-Unternehmer möchte bekanntlich in Mittenwald schon seit Jahren ein Nobelhotel in exquisiter Lage realisieren. Doch das inzwischen auf 30 Millionen Euro angewachsene Projekt ist zuletzt in finanzielle Schieflage geraten. Seit vergangenen Freitag hat sich die Situation sogar noch zugespitzt: Denn nun wurde vor dem Amtsgericht München das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Mountain-Resort-Mittenwald-GmbH eröffnet. Zum Insolvenzverwalter hat man nun auch offiziell den Münchner Anwalt Ivo-Meinert bestellt.

Mit ihm will Franzky, der Geschäftsführer der aktuell zahlungsunfähigen Gesellschaft, in regem Austausch stehen. Die Insolvenz, die es in den vergangenen Wochen eigentlich abzuwenden galt, bewertet der Schöpfer des Silva-Mountain-Resorts als „nichts besonderes“. Denn inzwischen will der Unternehmer die lange erhoffte Finanzierungsbestätigung aus der Schweiz erhalten haben. Die Rede ist von einem Immobilienfonds, von dem angeblich dringend benötigtes frisches Geld kommt.

„Gültige Verträge sind vorhanden, alles bestätigt und vorbereitet“, beteuert Franzky. „Ab nächster Woche wird Geld fließen, und alle Gläubiger werden zu 100 Prozent befriedigt.“ Nachmals betont der Silva-Mountain-Visionär: „Das Geld kommt.“

Allerdings auf Umwegen: Laut Franzky soll die Millionen-Finanzspritze von den Eidgenossen über sein IT-Unternehmen Compitem GmbH fließen. Diese fungiert künftig als Finanzierungsgesellschaft, während das bisherige Sorgenkind Mountain-Resort-Mittenwald-GmbH „langfristig“ in eine Betreibergesellschaft umgewandelt werden soll. Hinter all dem steckt ausschließlich der Name Franzky, versichert der Investor. Denn den Traum vom familiengeführten Nobelresort mit 80 Zimmern und 150 Gästebetten auf dem Kaffeefeld, hoch über Mittenwald, hat er zu keiner Sekunde aufgegeben.

Eigener Aussage zufolge möchte Franzky auch Bürgermeister Enrico Corongiu (SPD) über die jüngsten Entwicklungen informieren, wohlwissend, dass im Mittenwalder Marktgemeinderat nicht mehr allzu viele an eine Verwirklichung der Nobelherberge am Latscheneck glauben. Der Silva-Mountain-Chef tut dies jedoch unvermindert und unerschütterlich. Erst am Dienstag war er mit dem zuständigen Projektsteuerer wieder oben auf der Brachfläche am Kaffeefeld. „Die Baustelle ist stabil“, vermeldet der Investor. Seine Finanzen sollen es auch bald wieder sein.

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