Ein schwerer Zwischenfall hat in der Nacht zum Montag (22. Dezember) einen Abschnitt des Llangollen-Kanals im englischen Whitchurch im Norden der Grafschaft Shropshire lahmgelegt. Ein künstlicher Damm brach, Wasser floss in ein angrenzendes Feld ab.
Der Kanalboden stürzte ein. Es entstand ein mehrere Meter tiefes Loch. Ein Video aus dem Netz zeigt, wie eines der Boote darin abrutscht. Weitere lagen gefährlich nah am Rand.
Einsatzkräfte rücken in den frühen Morgenstunden aus
Wie die britische BBC berichtet, rückten rund 50 Feuerwehrleute rückten aus. Bis zu 15 Menschen brachten sie in Sicherheit.
"Das Wasser ist aus dem Kanal in die umliegenden Felder gesickert", erklärte Scott Hurford von der Feuerwehr zu dem Loch, in dem die Boote nun auf dem Trockenen liegen.
"Es sieht aus, als wäre eine Bombe explodiert"
Warum der künstliche Damm, der den Kanal seit über 200 Jahren gestützt hatte, gebrochen ist, scheint bisher unklar zu sein. Mehrere Betroffene schilderten laute Geräusche gegen 4 Uhr morgens. Einige dachten zunächst an ein Erdbeben. Stadtrat Sho Abdul sagte der BBC: "Es sieht aus, als wäre eine Bombe explodiert, und es ist einfach ein riesiger Krater."
Für einen 75-jährigen Hausbootbesitzer kam Rettung in letzter Not. Er wachte kurz vor dem Unglück auf. "Ich dachte, ich sei in einem schweren Sturm", erzählte er der "Daily Mail". Sein Boot neigte sich bereits.
Die Feuerwehr installierte während ihres Einsatzes ein Fluttor und stoppte so einen weiteren Wasserzufluss. Zudem forderte die Polizei die Bevölkerung auf, das Gebiet zu meiden. Laut der britischen Wohltätigkeitsorganisation Canal & River Trust gab es kurz zuvor Inspektionen.