In Ingolstadt haben zwei Brüder auf ihren Halbbruder eingeschlagen und ihn mit Tritten schwer verletzt. Die Polizei sucht nun wichtige Zeugen.
Ingolstadt – In Ingolstadt ist am Freitagabend (30. Mai) ein Familienstreit eskaliert. Zwei Männer schlugen und traten dabei laut Polizei „massiv“ auf ihren Halbbruder ein. Auch eine Schusswaffe wurde abgefeuert. Der Mann kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Seine beiden Halbbrüder wurden teils unter Einsatz von Spezialkräften festgenommen.
Brüder prügeln auf Halbbruder ein – dann feuert einer von ihnen eine Waffe ab
Die Tat ereignete sich laut Polizei am Freitagabend gegen 21.15 Uhr in der Ingolstädter Friedrich-Ebert-Straße. Dabei traktierten die beiden Brüder im Alter von 35 und 38 Jahren ihren 28-jährigen Halbbruder immer wieder mit Schlägen und Tritten. Im Zuge der Auseinandersetzung setzte einer der beiden Tatverdächtigen eine scharfe Schusswaffe ein und schoss. Laut den Beamten erlitt jedoch keiner der Beteiligten eine Schussverletzung.
Der 28-Jährige wurde mit massiven Kopfverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert und dort notärztlich behandelt. Die Polizei leitete umgehend eine Fahndung nach den beiden Verdächtigen ein und konnte einen der beiden Männer noch am Tatort festnehmen. Der flüchtige Tatverdächtige wurde am Samstagnachmittag mit Unterstützung von Kräften einer Spezialeinheit festgenommen.
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Tatverdächtige wegen versuchten Totschlags in U-Haft
Die beiden Männer wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ingolstadt noch am Wochenende dem Haftrichter in Ingolstadt vorgeführt. „Gegen sie wurde in beiden Fällen die Untersuchungshaft wegen Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts angeordnet“, so die Ermittler. Die Ermittlungen dauern an.
Im Zuge dessen werden auch Passanten gesucht, die nach ersten Erkenntnissen der Ermittler versucht hatten, die Kontrahenten voneinander zu trennen. „Die Kriminalpolizei Ingolstadt bittet in diesem Zusammenhang Zeugen, ihre Beobachtungen unter der Telefonnummer 0841-9343-0 zu melden“, heißt es in einem Zeugenaufruf. Auch Bild- und Tonaufnahmen können für die Ermittler hilfreich sein. (jr/ots)