China hat vier 10.000-Tonnen schwere Zerstörer zu einer Trainingsmission ins Gelbe Meer entsandt. Laut „Newsweek“ handelt es sich um die Schiffe CNS Nanchang, CNS Lhasa, CNS Anshan und CNS Wuxi, die zwischen Januar 2020 und April 2022 in Dienst gestellt wurden.
Die Übung ist die erste ihrer Art im neuen Jahr und soll die Fähigkeiten der Schiffe in verschiedenen Szenarien testen. Dazu gehören unter anderem Angriffe auf feindliche Schiffe und Einsätze gegen Ziele an Land. In veröffentlichten Aufnahmen ist zu sehen, wie die Zerstörer ihre Waffen abfeuern.
Chinas Flotte wächst weiter
Die Volksrepublik verfügt über die größte Marine der Welt mit mehr als 370 Schiffen, darunter drei Flugzeugträger. Laut „Business Insider“ sind die acht Zerstörer des Typs 055 die modernsten Kampfschiffe Chinas. Sie können bis zu 112 Raketen verschiedener Typen tragen, darunter auch Hyperschallraketen gegen Schiffe.
USA planen Gegenmaßnahmen
Die USA beobachten Chinas militärischen Ausbau mit Sorge. Wir kürzlich bekannt gegeben, plant Washington derzeit den Bau von bis zu 25 neuen „Trump-Klasse“-Schlachtschiffen, die jeweils über 35.000 Tonnen verdrängen und bis zu 140 Raketen tragen können. Diese sollen den Rückgang der Ticonderoga-Kreuzerflotte ausgleichen, von der nur drei Schiffe über das Jahr 2026 hinaus modernisiert werden. Die „Trump-Klasse“ soll den technologischen Vorsprung der USA sichern und Chinas wachsende Seemacht kontern.
Im jährlichen Bericht des Pentagon zur chinesischen Militärmacht wird die Lage als kritisch beschrieben. „Chinas historischer militärischer Ausbau macht das US-Heimatland zunehmend verwundbar“, heißt es darin.
Beobachter warnen vor Spannungen
Alex Luck, ein australischer Marineexperte, erklärte laut „Newsweek“, dass Chinas Marine bereits jetzt durch ihre schiere Größe erheblichen Einfluss in den umliegenden Gewässern ausüben könne. Er sieht keine Anzeichen dafür, dass das Wachstum der chinesischen Flotte nachlassen wird.