Explosionen in Venezuela: Militär-Flugzeug der US-Air-Force mit auffälliger Route gesichtet

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In Venezuela und vor allem in der Hauptstadt Caracas hat es schwere Explosionen gegeben. Stecken die USA dahinter? Ein US-Militärflugzeug könnte ein Hinweis sein.

Caracas – Schwere Explosionen haben Venezuelas Hauptstadt Caracas in der Nacht erschüttert. Zudem berichteten Journalisten vor Ort, dass sie tieffliegende Flugzeuge gehört hätten. Die internationale Luftüberwachung zeigt nun eine Maschine der US-Air-Force auf einer heiklen Route.

Während in Venezuela Explosionen gemeldet werden, taucht ein US-Tankflugzeug auf einer auffälligen Route auf. © IMAGO / Anadolu Agency//Flightradar24//Master Sgt. Andy Dunaway/dpa//

Denn südlich von Puerto Rico tauchte in der Nacht ein US-Tankflugzeug vom Typ Boeing KC-135R Stratotanker auf. Das Auffällige: Das US-Flugzeug fliegt unterhalb der Insel Puerto Rico und damit auf halbem Weg in Richtung Caracas im Kreis.

Explosionen in Venezuela: US-Militärflugzeug auf brisanter Route entdeckt

Der mögliche Hintergrund: Luftbetankung für eine anhaltende Luftoperation von US-Streitkräften. Dies ist aber zum aktuellen Zeitpunkt komplette Spekulation. Auf der frei zugänglichen Seite flightradar24 ist die Flugbewegung des Stratotankers weiterhin zu verfolgen. (Stand: 3. Januar, 9.55 Uhr)

Auf Puerto Rico selbst haben die USA starke Luftwaffenpräsenz. Hauptsächlich in der Munir Air National Guard Base bei San Juan.

Über die Boeing KC-135 Stratotanker:

Bei der Boeing KC-135 Stratotanker handelt es sich um ein vierstrahliges Tankflugzeug. Es ist in den 1950er Jahren für die US-Air-Force entwickelt worden. Es kann sowohl zur Betankung von Kampfjets in der Luft als auch zum Transport von Fracht und Truppen eingesetzt werden. Bei allen militärischen Konflikten mit Beteiligung der USA seit den 60er Jahren spielte das Flugzeug eine wichtige Rolle. Denn Kampfflugzeuge, Bomber und Aufklärer können hier auftanken, ohne landen zu müssen.

Gleichzeitig hat die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) Flüge rund um Venezuela untersagt. „In Zusammenhang mit den andauernden militärischen Aktivitäten“ ist der Betrieb von kommerziellen und privaten US-Flügen in bestimmten Gebieten verboten. Das geht aus einer sogenannten Notam (Notice to Airmen, Hinweise an Piloten) hervor, die die FAA bei verschiedenen Gefahrensituationen und Lagen herausgibt. Konkret handelt es sich um die venezolanische Küstenstadt Maiquetía, die Karibikinsel Curaçao, Piarco auf der Insel Trinidad sowie San Juan auf Puerto Rico.

Ob der Stratotanker in Zusammenhang mit den Explosionen in Caracas steht, ist bislang nicht geklärt. Die ersten Detonationen gab es nach einem Bericht eines CNN-Korrespondenten gegen 1.50 Uhr. In den sozialen Medien kursieren etliche Videos, die die Lage in der Nacht einfangen. „Eine der Explosionen war so heftig, dass mein Fenster wackelte“, berichtet ein CNN-Journalist aus Caracas. Mehrere Stadtteile – alle in Nähe zu einer wichtigen Militäranlage – waren demnach ohne Strom.

Ein B-1B Lancer-Kampfflugzeug der US-Luftwaffe verlässt nach der Betankung durch eine KC-135R Stratotanker während eines Einsatzes über Afghanistan seine Position.
Ein B-1B Lancer-Kampfflugzeug der US-Luftwaffe verlässt nach der Betankung durch eine KC-135R Stratotanker während eines Einsatzes über Afghanistan seine Position. (Symbolfoto) © Master Sgt. Andy Dunaway/dpa

Mittlerweile gibt es erste US-Berichte, wonach die USA tatsächlich einen Angriff auf Venezuela gestartet haben. So hätten die USA nach Berichten der US-Medien CBS News und Fox News Ziele in Venezuela angegriffen. US-Präsident Donald Trump habe die Angriffe genehmigt, berichtete CBS News unter Berufung auf US-Beamte.

Die Regierung Venezuelas hat den Vereinigten Staaten eine militärische Aggression gegen zivile und militärische Ziele vorgeworfen. Dies stelle eine Verletzung der UN-Charta dar, hieß es in einer Mitteilung der venezolanischen Regierung. In einer Erklärung war von einem „schweren militärischen Angriff“ die Rede. (Verwendete Quellen: Flightradar24, dpa, afp, cnn)