Europäische Gewerkschaften kritisieren UPMs „aggressiven Führungsstil“ und fordern echten sozialen Dialog sowie faire, transparente Entscheidungen.
Ettringen – „Gewerkschaften, die UPM-Beschäftigte in ganz Europa vertreten, haben eine koordinierte Reaktion auf den zunehmend aggressiven und abweisenden Führungsstil des finnischen Papierriesen UPM angekündigt“, teilt die Europäische Gewerkschaftsförderation IndustriAll mit.
Am 17. November hätten sich Gewerkschaftsvertreter getroffen, „um Strategien abzustimmen, die grenzüberschreitende Solidarität zu stärken und sich gegen den beeinträchtigten sozialen Dialog bei UPM zu wehren“. Die Unternehmensleitung weigere sich laut IndustriAll, konstruktiv mit den Arbeitnehmervertretern zusammenzuarbeiten, beschränke sich in Umstrukturierungsfällen auf das gesetzliche Minimum und sei nicht bereit, Resultate in Tarifverhandlungen zu vereinbaren.
Druck auf die Unternehmensleitung
Die Gewerkschaften argumentieren, dass das Verhalten von UPM dem unternehmenseigenen Verhaltenskodex sowie seinen öffentlichen Verpflichtungen im Rahmen des sektoralen Dialogs der EU zuwiderlaufe. „Die Gewerkschaften werden gemeinsam Druck auf die Unternehmensleitung von UPM ausüben, sich auf allen Ebenen – lokal, EU-weit und global – zu einem echten sozialen Dialog zu verpflichten“, so die Gewerkschaftsförderation.
Kein Statement von UPM
Wolfgang Ohnesorg, General Manager Schongau/Ettringen UPM, gab auf Nachfrage an, dass er dazu in dieser Phase der Einigungsstellenverhandlungen kein Statement abgebe.
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