Ein Mann für alle Fälle: Josef Grasegger leitet jetzt die Polizei in Kochel

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Hatte nun die erste Arbeitswoche als vorübergehender Leiter der Kochler Polizeidienststelle: Hauptkommissar Josef Grasegger aus Garmisch-Partenkirchen. © Arndt Pröhl

Seit wenigen Tagen hat die Kochler Polizeidienststelle einen neuen Chef: Polizeihauptkommissar Josef Grasegger (44) hat die Nachfolge von Steffen Wiedemann angetreten und wird diese Funktion bis Anfang 2026 ausüben. Dann wird der endgültige neue Leiter oder Leiterin bekanntgegeben.

Kochel am See - Josef Grasegger ist sein vorübergehender Wirkungskreis nicht fremd: Er stammt aus Garmisch-Partenkirchen. „Genauer gesagt aus Partenkirchen“, sagt er lächelnd. Die Region Loisachtal kennt er gut. Nach dem Abschluss seiner Ausbildung arbeitete er in München, Schongau, Murnau und aushilfsweise auch als stellvertretender Leiter in Geretsried. Seit 2011 war er in seiner Heimat in Garmisch-Partenkirchen im Einsatz, zuletzt als Sachbearbeiter Verkehr.

„Der Beruf ist sehr vielseitig“

Seine Laufbahn bei der Polizei begann Grasegger gleich nach dem Abitur. „Der Beruf ist sehr vielseitig, das hat mich gereizt.“ Nach der Ausbildung an der Fachhochschule der Polizei in Fürstenfeldbruck gebe es eine große Bandbreite – „im Prinzip vom Hundeführer bis zum Hubschrauberpiloten. Da liegt noch viel dazwischen, zum Beispiel Jugendbeamter oder Ermittler in Rauschgiftdelikten“. Es gebe immer wieder neue Aufgabenfelder. „Man arbeitet viel mit Menschen, das mag ich auch sehr.“ Am Ende eines Einsatzes müsse es immer eine Entscheidung geben, eine Lösung, beispielsweise die Schlichtung eines Streits. In Garmisch-Partenkirchen war Grasegger zuletzt auch für das Beschwerdemanagement im Verkehrsbereich verantwortlich  – eine Aufgabe, die der ruhige, sachliche 44-Jährige gerne gemacht hat. „Ich suche gerne das Gespräch und versuche zu vermitteln und zu erklären. Dafür braucht man viel Einfühlungsvermögen.“

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Zuständig für rund 11.500 Bürgerinnen und Bürger im Loisachtal

Schaut man auf die Kriminalitätsstatistik in der Region, ist das Tölzer Land eine sehr sichere Region. Die Polizei vor Ort genieße großes Vertrauen. „Mir ist wichtig, dass wir den Menschen helfen können, und dass sie wissen, dass wir für sie da sind.“

Im Gegensatz zu Garmisch-Partenkirchen ist Graseggers vorübergehender Wirkungsbereich in Kochel wesentlich kleiner. Das Gebiet der Dienststelle umfasst die Bereiche zwischen Walchensee und Bad Heilbrunn, ist rund 157 Quadratkilometer groß und umfasst rund 11.500 Einwohner. Zum Vergleich: Die Kollegen in Bad Tölz sind für rund 46.000 Menschen zuständig. Das Büro in der Kochler Ortsmitte ist täglich von 8 bis 18 Uhr besetzt, nachts übernehmen die Kollegen aus Tölz beziehungsweise Penzberg. Während es in Garmisch verschiedene Fachbereiche gibt, läuft im Kochler Gebiet alles zusammen. „Man ist hier in allen Bereichen unterwegs und arbeitet nicht nur in einem Feld, das ist spannend.“

Erste Kontrolle am Kesselberg am Freitag begleitet

Am Freitagnachmittag gab es sowohl am Sylvenstein als auch am Kesselberg wieder eine große Motorrad-Kontrollaktion in Zusammenarbeit mit den Kollegen der Bereitschaftspolizei, Gras㈠egger war erstmals mit dabei. „Wir werden künftig aber auch weiterhin außerhalb der Sperrzeiten vor Ort sein“, kündigt er das Vorgehen zur Raser-Ermittlung am Kesselberg an. Relativ neu sind für ihn hingegen die Aufgaben der Wasserschutzpolizei, die die Kochler Beamten auf dem Walchensee zu erfüllen haben. An diesem Wochenende beispielsweise findet eine Regatta statt, die Beamten werden die Einhaltung verschiedener Regeln kontrollieren.

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