16 Bauhof-Mitarbeiter sind seit Ende Dezember fast im Dauereinsatz

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Dauereinsatz: Christian Gschwendner und Christian Salzeder stehen vor dem Schlepper, das Großgerät kostet 250 000 Euro. Anton Fischer steht auf der Leiter, Robert Kremser liefert im Lader neues Streugut. © Michaele Heske

Der Winterdienst in Dorfen betreut 230 Straßenkilometer. Bauhofleiter Christian Salzeder freut sich über viel positives Feedback aus der Bevölkerung.

Glätte, Schnee und überfrierende Nässe: Die Räumfahrzeuge in Dorfen sind seit Ende Dezember fast im Dauereinsatz. 16 Mitarbeiter hat Bauhofleiter Christian Salzeder täglich dafür abgestellt. Auch an den Wochenenden, selbst über die Feiertage, mussten seine Leute morgens um 4 Uhr ausrücken: 13 Einsatztage gab es im Dezember, hinzu kommen neun seit Neujahr. Nahezu alle Wege im Stadtgebiet werden sofort gestreut, auch auf den Straßen gibt es wenig glatte Stellen. Zudem sind die Split-Kisten gut gefüllt.

Montag, 7 Uhr: Einsatzbesprechung im Bauhof. Die Schlepper mit Aufbaustreuer und Pflug haben die erste Runde längst hinter sich und stehen wieder im Hof, daneben die kleineren Räumfahrzeuge. In diesem Winter stehen alle unter Stress: „Wir sind aber ein super Team“, lobt der Chef.

Der „Stramottler“ ist noch unterwegs, erstmals rückte er gegen 3 Uhr morgens aus. Stramot steht für „motorisierten Straßendienst“. Der Späher kontrolliert die Straßen und Gehwege auf ihre Befahrbarkeit und informiert die Kollegen. Grundlage sind die Daten aus dem aktuellen Wetterbericht. „Es wird vermutlich Eisregen geben“, glaubt Salzeder. Der Straßenbaumeister teilt deshalb die Touren frühzeitig ein, spätestens gegen 10 Uhr sind alle 15 Fahrzeuge auf den Straßen.

„Wir betreuen 230 Straßenkilometer“, sagt Salzeder. Das sind alles Gemeindeverbindungsstraßen der Stadt Dorfen. Die Routen sind in drei Wichtigkeitskategorien unterteilt. Zuerst werden die gefährlichen und verkehrswichtigen Straßen sowie die Schulbustouren geräumt, bei Eisglätte wird hier schnellstmöglich gestreut. Zweite Priorität haben die Hauptstraßen und Hauptverkehrswege, es folgen die Neben- und Siedlungsstraßen sowie die Hofzufahrten.

In der Früh wird die Treppe zum Ruprechtsberg gestreut. „Da fangen wir an, hier laufen die Kinder hoch“, erklärt Salzeder. Gerade Schulen und Kita fahren seine Männer regelmäßig an. Auch das Pflaster hinter der Marktkirche sei ein neuralgischer Punkt.

Auch an den Bahnhofsparkplätzen wurde gestreut. Salzeder ließ heuer im Stadtpark ein Split-Salz-Gemisch verteilen, wenn möglich verzichtet er auf Taumittel. Er hat auch die Umwelt im Hinterkopf.

„Der Winterdienst ist schon eine Herausforderung“, sagt Salzeder, der sich über das große Lob aus der Bevölkerung freut: „Wir bekommen sehr viel positives Feedback.“

Entwarnung gibt es erst in den nächsten Tagen, die Mitarbeiter freuen sich auf höhere Temperaturen, Niederschlag sei zudem nicht mehr angesagt. Schwere Unfälle gab es keine, lediglich Blechschäden. „Manche Autofahrer hatten sogar noch die Sommerreifen aufgezogen“, wundert sich der Bauhofchef.