Der insolvente Hamburger Autovermieter Starcar steht trotz intensiver Bemühungen vor dem endgültigen Aus. Die Suche nach einem Investor ist gescheitert – trotz der Umsatzzuwächse.
Hamburg – Die eingeleitete Suche nach einem Investor, der den insolventen Autovermieter Starcar hätte sanieren können, ist offenbar gescheitert. Die rund 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden bereits über die bevorstehende Abwicklung informiert.
Ende Oktober 2025 hatte die Star Car GmbH Kraftfahrzeugvermietung, ein bedeutender Akteur auf dem deutschen Mietwagenmarkt und bekannt als Sponsor von Fußballvereinen wie dem FC St. Pauli, Insolvenz anmelden müssen. Trotz beeindruckender Umsatzzuwächse in der Vergangenheit war das Unternehmen hoch verschuldet. Der eingesetzte Insolvenzverwalter, unterstützt durch namhafte Beratungsunternehmen wie Rothschild und PwC, leitete daraufhin eine umfassende Investorensuche ein, um den Geschäftsbetrieb fortzuführen.
Trotz wochenlanger Verhandlungen kein Investor in Sicht – Insolvenz kann nicht abgewendet werden
Nach wochenlangen Verhandlungen und der Prüfung verschiedener Optionen musste die Suche nach einem geeigneten Übernehmer jedoch eingestellt werden. Die genauen Gründe für das Ausbleiben eines Investors wurden nicht im Detail genannt, aber Branchenexperten vermuten, dass die Komplexität des Firmenkonstrukts und die finanzielle Schieflage potenzielle Käufer abschreckten. Die Tatsache, dass der Betrieb nun voraussichtlich Anfang 2026 eingestellt werden muss, zeigt, dass auch positive Aspekte wie die starke Marktposition und die hohe Markenbekanntheit nicht ausreichten, um einen rettenden Partner zu finden.
„Derzeit gibt es keinen Interessenten für die Übernahme des Geschäftsbetriebes als Ganzes. Deshalb hat das Team um den vorläufigen Insolvenzverwalter Christoph Morgen vorsorglich die erforderlichen Schritte in die Wege geleitet, um ab Januar 2026 den Betrieb deutlich einzuschränken“, berichtet ein Sprecher des Insolvenzverwalters gegenüber dem Manager Magazin. Diese Vorbereitungen dienen dazu, „im Eventualfall die geordnete Betriebsabwicklung während des ersten Quartals abschließen zu können“.
Die erfolglose Investorensuche bedeutet das wahrscheinliche Ende für Starcar. Der Betrieb wird voraussichtlich zum Jahreswechsel, wenn das dreimonatige Insolvenzgeld für die Mitarbeiter ausläuft, eingestellt und abgewickelt. Für die betroffenen Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner – darunter zahlreiche Händler und Mobilitätsanbieter – bringt diese Entwicklung nun traurige Gewissheit über die Zukunft des Unternehmens. (Quellen: Manager Magazin, touristik aktuell, t-online, fvw) (sts)