„Hätte wirklich mehr passieren können“: Gemeinde will Maibäume auf 5 Millionen Euro versichern

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Eine bayerische Tradition: In Arzbach stellt die Feuerwehr den Maibaum auf. © A

Nach einem Vorfall mit einem abgebrochenen Maibaum beschloss die Gemeinde Wackersberg nun, die Kosten für eine Maibaum-Haftpflichtversicherung zu übernehmen.

Wackersberg – Über die Übernahme der Versicherungskosten für Maibäume diskutierte der Wackersberger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. „Im Grunde geht es darum, dass die Vereine sich um alles kümmern und wir als Gemeinde die Haftpflichtversicherung für die aufgestellten Maibäume dann zahlen“, erklärte Bürgermeister Jan Göhzold.

So schön und lang die Tradition des Maibaumaufstellens in Bayern auch ist, sind damit gewisse Gefahren verbunden. „Je nachdem, wie lange der Baum steht, wird es nicht ungefährlicher“, so Göhzold. Daher überlege man, bei der Versicherungskammer Bayern eine Haftpflichtversicherung mit Blick auf Personen-, Sach- und Vermögensschäden für die Maibäume abzusichern. Für eine Deckungssumme in Höhe von fünf Millionen Euro für das erste Standjahr würden pro Maibaum Versicherungskosten von 230 Euro inklusive Steuern anfallen.

Deckungssumme: 5 Millionen Euro

Traditionell werden in der Gemeinde drei Maibäume aufgestellt. Für Arzbach sei die örtliche Freiwillige Feuerwehr zuständig, für Oberfischbach die Maiburschen – ein nicht als Verein organisierter Zusammenschluss von Burschen. In Wackersberg kümmern sich ebenfalls die ortsansässigen Feuerwehrleute, im Ausnahmefall auch mal die Schützen oder Handwerker.

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Erst im vergangenen Jahr ist in Wackersberg übrigens ein Maibaum abgebrochen. „Das war nicht schön und es hätte wirklich mehr passieren können“, betonte der Bürgermeister. Nun sei der Plan, so Göhzold, sich mit den jeweiligen Verantwortlichen zusammenzusetzen. „Diejenigen sollen sich um die Anträge bei der Versicherungskammer kümmern. Wir als Gemeinde zahlen dann die anfallenden Kosten.“

Zweiter Bürgermeister Martin Fischer erkundigte sich nach den Kosten für weitere Standjahre. Nikolaus Braun meinte, sich vorstellen zu können, dass es ab dem zweiten Standjahr deutlich teurer werde. „Ich würde vorschlagen, dass wir nun erstmal die Versicherung nur für ein Jahr abschließen. Parallel kann man ja erfragen, was das zweite Standjahr kosten würde. Aber bevor wir das genau wissen, würde ich nichts beschließen“, so Braun.

Vereine organisieren, Gemeinde zahlt

Nach kurzer Diskussion einigten sich die Räte auf dieses Vorgehen. Für die drei Maibäume in Arzbach, Oberfischbach und Wackersberg wird für ein Standjahr eine entsprechende Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Um die Organisation kümmern sich die zuständigen Vereine und Vereinigungen, die Kosten übernimmt die Kommune. Es gab keine Gegenstimme.

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