Deutsches Kult-Unternehmen steigert Umsatz und zahlt Mitarbeitern bis zu 7.000 Euro extra

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Trotz der angespannten Wirtschaftslage konnte ein deutsches Unternehmen seinen Wachstumskurs 2025 fortsetzen. Davon profitieren auch die Mitarbeiter weltweit.

Ulm – Die multiplen Krisen in der Wirtschaft haben die Bilanzen vieler Unternehmen im zurückliegenden Geschäftsjahr 2025 massiv belastet. Der Gewinn von Technologiegigant Bosch brach sogar fast um die Hälfte ein, das Stuttgarter Weltunternehmen sprach von einem „schwierigen, teils schmerzhaften Jahr“. Ein anderes, wenn auch deutlich kleineres Unternehmen aus Baden-Württemberg konnte im Krisenjahr dagegen sogar weiter wachsen und lässt daran auch seine Mitarbeiter weltweit teilhaben.

Die Liqui Moly GmbH mit Sitz in Ulm wurde vor allem unter Geschäftsführer Ernst Prost mit einer Reihe von TV-Spots zum regelrechten Kult-Unternehmen. Darin trat der ehemalige Eigentümer selbst auf und stellte unter anderem die soziale Verantwortung für heimische Arbeitsplätze in den Vordergrund. Diese Verantwortung für die Belegschaft scheint bei dem Schmierölexperten, der seit 2017 zur Würth-Gruppe gehört, weiterhin hochgehalten zu werden.

Liqui Moly schließt „äußerst turbulentes Jahr“ mit Umsatzplu von 8 Prozent ab

Bereits am 29. Januar erklärte Liqui Moly in einer Pressemitteilung, das vergangene Geschäftsjahr mit Höchstwerten in der Öl- und Additivproduktion abgeschlossen zu haben. „Ein politisch wie wirtschaftlich äußerst turbulentes Jahr schloss Liqui Moly mit einem Umsatzplus von 8 Prozent ab“, betont das Unternehmen darin. Zwei Drittel dieses Umsatzes seien zwar im Ausland generiert worden, aber auch im Inland sei „ein überproportionales Wachstum“ erzielt worden.

Name LIQUI MOLY GmbH
Gründung 1957
Sitz Ulm, Baden-Württemberg
Branche Mineralölverarbeitende Industrie
Mutterkonzern Würth-Gruppe
Mitarbeiter rund 1.300 weltweit (2025)

Dass dieser Erfolg durch die Mitarbeiter möglich gemacht wurde, ist auch dem 1957 gegründeten Unternehmen bewusst. Deshalb soll die Belegschaft auch direkt beteiligt werden. „Bis zu 7.000 Euro Prämie bekommt jeder der inzwischen fast 1.300 Beschäftigten rund um den Globus“, erklärt Geschäftsführer Salvatore Coniglio. Im ebenfalls herausfordernden Jahr 2024 hatte ein Motorenbauer sogar einen Umsatzrekord erzielt und zahlte den Mitarbeitern die höchste Prämie der Unternehmensgeschichte aus.

Leere Dosen werden in Ulm bei Liqui Moly mit einem Zusatz für Dieselmotoren befüllt (Archivbild aus dem Jahr 2011).
Der Schmieröl-Experte Liqui Moly hat im Geschäftsjahr 2025 den Widrigkeiten getrotzt und lässt daran auch die Mitarbeiter teilhaben. © Stefan Puchner/dpa

Liqui Moly plant Ausbau der deutschen Standorte und neue Gesellschaften im Ausland

Liqui Moly kann demnach gestärkt in das noch junge Geschäftsjahr 2026 blicken. Geplant sind laut der Mitteilung Investitionen in die beiden deutschen Standorte. Am Hauptsitz in Ulm sollen zusätzliche Abfülllinien, Automatisierung und Digitalisierung die Produktionskapazitäten weiter erhöhen. Zudem ist für 2026 der Spatenstich für ein neues Logistikzentrum im Norden der Stadt geplant, bei dem es sich laut Unternehmen um „das größte Bauvorhaben in der Unternehmensgeschichte“ handelt.

Die Tochtergesellschaft im saarländischen Saarlouis wurde von Meguin GmbH & Co. KG Mineralölwerke in die Liqui Moly Produktions GmbH & Co. KG umbenannt. Auch dort sollen die Produktionskapazitäten weiter ausgebaut werden. Zudem plant das Unternehmen im laufenden Jahr die Gründung von neuen Auslandsgesellschaften in China, der Schweiz und der Türkei. (Verwendete Quellen: Pressemitteilung der Liqui Moly GmbH vom 29. Januar, eigene Recherche)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/wirtschaft/kult-unternehmen-steigert-umsatz-und-zahlt-mitarbeitern-bis-zu-7000-euro-94150159.html