Umlage für Feuerwehr-Ausbildungszentrum beschlossen

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Die Feuerwehren konnten die ersten Tagungsräume in der ehemaligen Berufsschule in Weilheim beziehen. © Holly

„Die Feuerwehren sind glücklich und begeistert, dass sie die ersten Tagungsräume in der ehemaligen Berufsschule in Weilheim beziehen können.“

Weilheim - Das teilte Landrätin Andrea Jochner-Weiß dem Kreisausschuss bei der jüngsten Zusammenkunft mit. In dem Gremium wurde einstimmig eine Nutzungspauschale für Feuerwehr-Kräfte aus dem Landkreis beschlossen.

Werkstätten der ehemaligen Berufsschule in Weilheim wurden zu einer Feuerwehr-Ausbildungsstätte umfunktioniert. Im Mai stimmte der Kreistag einem entsprechenden Nachnutzungskonzept zu (wir berichteten). Ziel war es anfangs, in den Räumlichkeiten neben dem Feuerwehr-Ausbildungszentrum auch ein Technologie Transfer Zentrum (TTZ) der Hochschule München zu etablieren. Mit der Verschiebung der Ausschreibung des Freistaats für eine entsprechende TTZ-Förderung schob jedoch auch der Landkreis das Vorhaben auf. Er zog die Schaffung einer Feuerwehr-Ausbildungsstätte der Kreisbrandinspektion für Kreis-Feuerwehren an der Adresse der ehemaligen Berufsoberschule/Staatlichen Fachoberschule in dem Gebäude vor.

Laut Sitzungsanlage wurden vom Landkreis 120.000 Euro Gesamtkosten aufgewendet, um die Räume für kostenlose Ausbildungsmaßnahmen des überörtlichen Brandschutzes nutzbar zu machen. Durchgeführt werden sie von der Kreisbrandinspektion. Da diese rechtlich gesehen Teil des Landratsamts ist, ist eine Nutzungsvereinbarung mit den örtlichen Feuerwehren nicht möglich. Um die Kommunen jedoch an den laufenden Kosten für Nutzung und Vorhaltung des Gebäudes beteiligen zu können, wurde dem Kreisausschuss vorgeschlagen, ab 2026 eine jährliche Umlage in Höhe von fünf Euro pro aktives Feuerwehrmitglied zu beschließen. Dem kam das Gremium einstimmig nach.

Bei etwa 3.000 Feuerwehr-Kräften im Landkreis fließen somit rund 15.000 Euro in die Kreiskasse. Alle fünf Jahre soll die Erhebung angepasst werden. Ausschlaggebend dabei soll der Verbraucherpreis-Index des Statistischen Bundesamts sein. Wenn er sich um zehn Prozent ändert, sollen die Beiträge steigen.

Kreisrat Karl-Heinz Grehl (Grüne) erinnerte an die Planung des Feuerwehr-Ausbildungszentrums und wünschte sich bei ähnlichen Projekten, dass künftig etwa Kosten besser geplant werden und nicht im Nachhinein versucht werde, diese mit einer Umlage vertretbar zu machen. Anders sieht es Michael Marksteiner (FW): Man habe die Chance ergriffen und in der ehemaligen Berufsschule auf unbürokratischem Weg etwas geschaffen. Auch in den Augen von Kreisrat Peter Erhard (CSU) habe man „eine tolle Lösung für den Landkreis gefunden für vernünftiges Geld“. Das Vorhaben sei nicht zerredet worden, so Klaus Gast (CSU) im Nachhinein, vielmehr habe man bei Freiwerden der Berufsschule schnell reagiert. Hätte man intensiver geplant, hätte man heute vielleicht erst ein Gutachten, mutmaßte er.

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Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/lokales/weilheim/kreisbote/umlage-fuer-feuerwehr-ausbildungszentrum-beschlossen-93975552.html