Wie eine Choreo im San Siro den FC Bayern zum CL-Titel führte

  • Hanna Raif
    VonHanna Raif
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Im San Siro gab es 2001 Bayern-Bilder für die Ewigkeit – Wiederholung im Viertelfinale an diesem Mittwoch ist erwünscht. Organistor Weinreich spricht über damals.

München – Ob der 16. April 2025 ein guter Tag ist, um Geschichte zu schreiben?

Gregor Weinreich muss lachen. „Ich bin inzwischen Choreographie-Rentner“, sagt der Bayern-Fan, der mit dem Club Nr. 12 natürlich auch am Mittwoch (21 Uhr) auf der Tribüne des Giuseppe-Meazza-Stadions stehen wird, wenn es gegen Inter Mailand um den Einzug ins Halbfinale der Champions League geht.

Aber ob es im Gästeblock etwas in die Höhe zu halten gibt und welches Motiv sich am Ende ergeben könnte: „Da lasse ich mich überraschen.“ Ganz anders also als vor rund 24 Jahren.

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Weinreich, 48, war damals federführend in der Organisation der Choreographie, die bis heute als legendär gilt. „23.5.2001 Ein guter Tag, um Geschichte zu schreiben“ – das gab es im San Siro, gute zweieinhalb Stunden, bevor Stefan Effenberg als Kapitän den Henkelpott in die Höhe stemmte, zu lesen.

Eine simple Botschaft – mit großer Wirkung und wilder Vorgeschichte. Sie spielte zwischen Münchner Stadtbibliothek und Stadion-Toilette, „es gab Momente, in denen wir alles über den Haufen werfen wollten“, sagt Weinreich. Ein Glück haben sie es nicht getan.

Die Idee musste ohne Stadion-Skizze und -Plan auf einer Architekturzeichnung aus der Bibliothek entstehen. Die Skizze von damals ist heute im FC Bayern Museum zu sehen, ein historisches Zeitdokument. „Freestyle“ sagt Weinreich heute, wenn er an damals denkt – und meint damit auch den Aufbau vor Ort.

Ein guter Tag, um Geschichte zu schreiben. Die Choreo beim Endspiel 2001.

Weinreich über Sensations-Choreo: „Das war alles Freestyle“

Die Zeit drängte, 20 000 Hüte eines Biersponsors waren auf den Sitzen im Weg, eine Windböe verknotete die Girlande, an der der Henkelpott befestigt war. Am Ende versteckte sich Weinreich, als die Zeit für die Vorbereitung zu Ende war und die Ordner die Helfer aus dem Stadion schickten auf der Toilette, „um eine Stunde Zeit zu gewinnen“. Pünktlich zum Einlass war alles fertig, „aber nicht perfekt“.

Die Fehler sahen nur die Organisatoren, für alle anderen entstand ein Bild für die Ewigkeit. Wiederholung an diesem Mittwoch mehr als erwünscht. Das Motiv auf den Rängen wird nicht ganz so spektakulär sein wie damals im Endspiel. Aber auf dem Rasen würde man den Sieg im Elfmeterschießen mit Handkuss nehmen.

Hanna Raif

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