Ohlstadt gilt als eines der ältesten Bobzentren Deutschlands. Schon in den 1950er-Jahren rasten hier wagemutige Athleten mit selbstgebauten Schlitten den Hang hinab, auf einer Bahn, die die Ohlstädter mit bloßen Händen in die Wiese unter dem Heimgarten gegraben hatten. Manch einer erinnert sich noch lebhaft an die glorreichen Zeiten, als die „Jungs aus Ohlstadt“ 1972 bei den Olympischen Winterspielen in Sapporo die Goldmedaille holten.
Ohlstadt – Jetzt lädt das historische Bobdorf erneut ein. Zum Zuschauen, Mitmachen und Entdecken. Eiskalter Nervenkitzel im Sommer: Wer schon immer einmal Bob-Luft schnuppern wollte, bekommt am Freitag, 9. August, in Ohlstadt die perfekte Gelegenheit dazu. Dann wird es beim Anschubbahn-Gelände sportlich ernst. Die Bayerische Anschubmeisterschaft 2025 steht an. Und das traditionsreiche Bobdorf Ohlstadt lädt nicht nur aktive Sportlerinnen und Sportler ein, sondern richtet sich ausdrücklich auch an interessierte Neueinsteiger.
Programm
Los geht es ab 12 Uhr mit einem offenen Probeschieben, bei dem sich Anfängerinnen und Anfänger mit dem Material vertraut machen und erste Versuche an der Bahn wagen können. Der eigentliche Einzelwettkampf in Monobob und Skeleton beginnt um 13 Uhr. Erstmals mit dabei: die Disziplin Skeleton, die in getrennten Wertungen für Damen und Herren durchgeführt wird.Attraktiv für alle, die neu in den Sport hineinschnuppern möchten: Für Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger gibt es lukrative Preisgelder. Der erste Platz wird mit 500 Euro, der zweite mit 250 Euro und der dritte mit 100 Euro belohnt.
Im Anschluss folgen ab 15 Uhr die Teamwettkämpfe im 2er- und 4er-Bob. Hier geht es um Technik, Geschwindigkeit und Teamarbeit und um den Titel der besten Mannschaften des Tages. Nach den sportlichen Highlights klingt der Tag bei Siegerehrung und gemütlichem Grillen an der Bahn aus. Das gesellige Miteinander gehört in Ohlstadt ebenso zur Tradition wie die Begeisterung für den Wintersport.
Zuschauer sind herzlich willkommen, ob als neugierige Besucher, Freunde des Bobsports oder potenzielle Talente von morgen. Die Veranstalter hoffen auf rege Beteiligung, sportliche Fairness und vielleicht den ein oder anderen Nachwuchsathleten, der hier den ersten Schritt auf die Bahn wagt.
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