Dieser Radweg wird zum Kunst-Magnet: Besucher-Rekord in Attenkirchen!

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Regen? Egal! Die beliebte Künstlermeile in Attenkirchen hat am Wochenende einen Riesen-Ansturm erlebt. Der Bürgermeister ist beeindruckt.

Attenkirchen - Eine Meile hat rund 1,6 Kilometer. Gut, dass es bei der Attenkirchener Künstlermeile des Kulturvereins Tutuguri ein bisschen mehr sein darf. Genauer gesagt etwa 200 Meter mehr. Die haben bei der dritten Auflage am vergangenen Wochenende aber gereicht, damit ein paar Hingucker ihren Platz fanden.

Dem „Dotpainting“, zu Deutsch „Punktmalerei“ hat sich Carina Wildgruber (l.) aus Nörting an ihrem Stand verschrieben.
Dem „Dotpainting“, zu Deutsch „Punktmalerei“, hat sich Carina Wildgruber (l.) aus Nörting an ihrem Stand verschrieben. © Fischer

Die Künstlermeile hat sich zu einem Publikumsmagnet sondergleichen entwickelt. Am Samstag war der Zulauf, den die Veranstalter vom Kulturverein Tutuguri am Bockerlradlweg verzeichnen konnten, enorm. Und selbst am teilweise ziemlich verregneten Sonntag ließ das Interesse an dem von Malerei, Musik und Tanz geprägten Angebot kaum nach. Hunderte von Besucherinnen und Besuchern bevölkerten den von Attenkirchen nach Thalham führenden Weg. Sehr zur Freude der Aussteller und Veranstalter.

Zahlreiche Besucher flanierten am Wochenende über die Künstlermeile zwischen Attenkirchen und Thalham.
Zahlreiche Besucher flanierten am Wochenende über die Künstlermeile zwischen Attenkirchen und Thalham. © Fischer

Welchen Stellenwert die Künstlermeile inzwischen hat, das machte Bürgermeister Mathias Kern bei der offiziellen Eröffnung am Samstagnachmittag deutlich. „Ein wunderbares Event, wunderbare Werke – ihr wertet die Gemeinde total auf“, lobte Kern die Initiative des Kunst- und Kulturvereins. Nicht zuletzt nötige ihm die Entwicklung der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler Respekt ab, so Kern. Die sei teilweise „extrem“, wie sich bei einem Gang über 60 Stationen leicht feststellen lasse.

Zwei Tage lang konnte gestaunt werden

Auch der Tutuguri-Vorsitzende Heiko Lang ging auf die Bedeutung der Künstlermeile ein. Demnach war sie „von Anfang an mehr als eine Ausstellung von Bildern, Skulpturen und Keramiken. Sie sollte immer auch eine Verbindung zur darstellenden Kunst haben. Und so gehören auch Musik, Tanz, Erzählkunst und Performance zum festen Rahmen dieser zwei Tage dazu“, sagte Lang über Intention und Anspruch der „Meile“, die diesmal unter dem Motto „Das Blaue vom Himmel und das Gelbe vom Ei“ stand. Ersteres sei ein Versprechen. „Vermessen, vielleicht auch überheblich, aber nicht unmöglich“, fand Lang. Zweiteres bedeute „nicht mehr und nicht weniger, als dass wir wieder mal bestrebt sind, den Besuchern zwei Tage des Staunens, des Erlebens und des Genießen zu ermöglichen“, sagte der Vorsitzende.

Damit war der Weg frei für ein Publikum, das es kaum noch erwarten konnte, die mit Kunst und Kultur gepflasterte Strecke auf eigene Faust zu erkunden, sich mit den überwiegend aus der Region stammenden Künstlerinnen und Künstlern über ihre Arbeit auszutauschen. Ganz persönlich und ungezwungen. Mehr noch: Die „Meile“ bot diesmal ausreichend Gelegenheit, selbst aktiv zu werden und mitzumachen. Etwa beim Trommelschnupperkurs von Ifeany Okolo oder beim Opern-Singen mit „O-MEGA+Michael“.

Organisatoren hatten nicht zu viel versprochen

Apropos, Musik-Liebhaber kamen ebenfalls nicht zu kurz. Am Samstag verwöhnte die Jazzcombo „JO!“ die Fangemeinde auf der Flaniermeile, am Sonntag gaben die „Abseits Ramblers“ Kostproben ihres „Old Style Jazz“-Programms. Darüber hinaus gab es auf den knapp 60 Stationen eine „Clowns Bande“, ein Tanztheater aus der Hallertau oder den Chor „Die Chorifeen“ zu erleben und zu bewundern. Nicht zu viel versprochen in Sachen „Das Blaue vom Himmel und das Gelbe vom Ei“ möchte man meinen.

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