Ein stimmungsvolles Ambiente mit Feuerschale, Glühwein und Sekt empfing die Gäste der Jubiläumsfeier der Fanfarengruppe Mindelheim e.V. vor dem Schützenheim unterhalb der Mindelburg.
Mindelheim - Vorstand Florian Birkle begrüßte die Anwesenden anschließend im Saal und freute sich, den Meilenstein des 60-jährigen Bestehens mit zahlreichen Gästen zu feiern. In seiner Rede blickte er auf die bewegte Geschichte der 1964 von Frater Otto Miß am Maristenkolleg gegründeten Gruppe zurück. Ursprünglich aus Schülern bestehend, gewann die Gruppe 1968 mit Friedrich Deisenroth, einem ehemaligen Musikinspizienten der Bundeswehr, einen Experten für historische Feldmusik, der ihr wertvolle musikalische Impulse gab. Ein bedeutender Einschnitt war der Tod von Frater Otto im Jahr 1987. Im Jahr 1996 gelang dann erfreulicherweise die Umwandlung in einen Verein.
Heute zählt die Fanfarengruppe mit ihren von Erwin Holzbaur entworfenen rot-schwarzen Heroldskostümen zum festen Bestandteil des Frundsbergfests sowie vieler regionaler Veranstaltungen. 1997 kam mit der Gründung einer Gugga-Musik-Gruppe eine weitere Sparte hinzu, die besonders in der Faschingszeit aktiv ist. Der lebendige Verein zählt heute über 100 Mitglieder. Aktuell hat sich die Fanfarengruppe für die Deutsche Meisterschaft der Spielleute qualifiziert.
Bürgermeister Dr. Stephan Winter erinnerte in seinem Grußwort an die skeptische Prognose des Gründungsvaters anlässlich des 20-jährigen Jubiläums, die von der lebendigen Entwicklung des Vereins widerlegt wurde. Mit dem traditionellen Ruf: „A Bier und a Brotsupp – Fanfaragrupp!“ gratulierte er herzlich und überreichte ein Geschenk für die Jugendausbildung. Auch Martin Jall von der Stadtkapelle Mindelheim und ASM-Präsident Franz Pschierer schlossen sich den Glückwünschen an und ehrten langjährige Mitglieder. Der Abend endete in geselliger Runde bei einem gemeinsamen Essen.
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