Am Freitag, den 10. Oktober, kam es im Landkreis Weilheim-Schongau zu zwei Polizeieinsätzen. In Weilheim bedrohte ein Mann Gäste mit einem Messer, während in Wielenbach ein 18-Jähriger nach starkem Alkoholkonsum Rettungskräfte und Polizisten angriff. In beiden Fällen konnten die Einsatzkräfte die Situation unter Kontrolle bringen.
Weilheim/Wielenbach – Ein Mann hat in der Weilheimer Innenstadt Gäste mit einem Messer bedroht, während in Wielenbach ein stark alkoholisierter Jugendlicher Polizeibeamte angriff. Beide Vorfälle ereigneten sich am vergangenen Freitag, 10. Oktober.
Bedrohung mit Messer in Weilheim
Gegen 21.55 Uhr meldete eine Gastwirtin der Polizei Weilheim, dass vor ihrer Gaststätte ein Mann andere Gäste mit einem etwa 20 Zentimeter langen Messer bedrohe. Der Mann habe psychisch auffällig gewirkt. Nach Angaben der Polizei zeigte sich der Mann bei Eintreffen der Beamten unkooperativ und reagierte nicht auf die Androhung des Schusswaffengebrauchs. Die Einsatzkräfte setzten zunächst Pfefferspray ein, dessen Wirkung jedoch nicht ausreichte, um das Verhalten des Mannes zu verändern. Er flüchtete etwa 50 Meter in Richtung Rathausplatz, wo er schließlich durch den Einsatz eines sogenannten „Tasers“ überwältigt werden konnte.
Aufgrund seiner Äußerungen gegenüber den Polizeibeamten sei von einer akuten Psychose auszugehen gewesen, weshalb der Mann zur Abwendung weiterer Gefährdungen in eine Psychiatrie gebracht wurde. Der 40-jährige Deutsche mit russischen Wurzeln wurde durch den Einsatz von Pfefferspray und Taser nur leicht verletzt. Gäste und Passanten blieben dank des schnellen Eingreifens der Polizei unverletzt. Den Mann erwarten nun verschiedene Strafverfahren. Zeugen, die sachdienliche Angaben machen können und bislang nicht vernommen wurden, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Weilheim unter Tel. 0881/6400 zu melden.
Tätlicher Angriff auf Polizeibeamte in Wielenbach
Bereits gegen 20.50 Uhr mussten zwei Streifenbesatzungen der Polizei Weilheim eine Rettungsdienstbesatzung in Wielenbach unterstützen. Die Retter waren zu einer privaten Feier gerufen worden, nachdem ein 18-jähriger Peißenberger nach übermäßigem Alkoholkonsum bewusstlos geworden war. Die Freunde des Jugendlichen hatten zunächst dessen Vater verständigt, der daraufhin den Rettungsdienst alarmierte.
Der junge Mann war behandlungsbedürftig, zeigte jedoch keine Einsicht. Selbst sein Vater konnte ihn nicht beruhigen. Erst nachdem der Notarzt ihm beruhigende Medikamente verabreicht hatte, konnte er mit Zwang in das Krankenhaus Weilheim gebracht werden. Zuvor hatte der 18-Jährige die eingesetzten Polizeibeamten angegriffen, beleidigt, bedroht und mehrfach versucht zu beißen. Weder der junge Mann noch die beteiligten Polizeibeamten wurden bei den Maßnahmen verletzt. Der Jugendliche verbrachte zumindest die Nacht in der Klinik und muss sich nun für verschiedene Straftaten verantworten.
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