Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Krieg gegen die Ukraine als „heilige Mission“ bezeichnet. In einer Rede zum orthodoxen Weihnachtsfest erklärte er, russische Soldaten seien „Krieger“, die „im Auftrag des Herrn“ handeln würden, wie der „Independent“ berichtet.
Der ukrainische Priester Myroslaw Puschkaruk nannte Putin daraufhin den „Anti-Christ“. Gewalt und Macht hätten nichts mit christlichen Werten zu tun, sagt Pushkaruk.
Auch der ehemalige Bischof von Leeds, Nick Baines, verurteilte die russische Kriegsführung. Er erklärte, dass man keine unheiligen Mittel wie Gewalt und Lügen nutzen könne, um angeblich heilige Ziele zu erreichen.
Kirchenführer werfen Putin Missbrauch des Glaubens vor
Kirchenführer weltweit werfen Putin vor, den christlichen Glauben zu verdrehen, um seinen Krieg gegen die Ukraine und Belarus zu rechtfertigen, wie der „Independent“ berichtet.
Seine Idee einer „Russischen Welt“, die diese Länder als „Heiliges Russland“ vereinen soll, wird als gefährliche Propaganda angesehen. Bereits 2022 hat die Ukrainische Orthodoxe Kirche diese Lehre als „häretisch“ verurteilt.
Putins Ideologie blockiert Frieden
Die Kirchenführer sehen Putins Ideologie als Ursache des Krieges. Solange der russische Präsident an seinen extremen Ansichten festhalte, sei ein Ende des Konflikts kaum möglich.