Im Rahmen einer zweitägigen Feier beging der TSV Benediktbeuern-Bichl das 100-jährige Jubiläum. Auch zahlreiche Mitglieder wurden für ihre herausragenden Leistungen geehrt.
Benediktbeuern/Bichl - Verabschiedet vom Spitzensport hat sich die Skiabteilung im TSV Benediktbeuern-Bichl schon lange. „Wir wollen den Kindern aber nach wie vor den Spaß am Sport beibringen“, sagte Abteilungsleiter Marcus Hofmann in seiner Rede zum 100-jährigen Bestehen am Sonntag im „Bayerischen Löwen“ in Bichl. Am Samstag und Sonntag wurde dort das Jubiläum der Keimzelle des heutigen Großvereins gefeiert. Mit dem Angebot in Sachen Ski alpin, Langlauf und Mountainbike will man weiterhin am Puls der Zeit bleiben.
Beinahe hätte das Hagelunwetter im Vorjahr die Bemühungen um die 100-Jahr-Feier zum Erliegen gebracht. War doch der Postsaal in Benediktbeuern seitdem nicht mehr nutzbar. Doch dann bot Bichl seinen Saal im „Bayerischen Löwen“ als Ausweichquartier für die Feierlichkeiten an.
Am Samstag hatte der „Skiclub“ dorthin zum Törggelen eingeladen. „Das war ein voller Erfolg“, so Hofmann. Zur Musik der Coverband „Double Happiness“ wurde bis in den Morgen kräftig gefeiert. „Für 350 Leute ist der Saal zugelassen, und die waren sicher da. Wir waren ausverkauft.“
Am Sonntagnachmittag ging’s dann gemütlich bei Kaffee und Kuchen weiter. Die drei Hauptredner – neben Marcus Hofmann waren dies Marcus Klingler, Vorsitzender des Fördervereins der Skiabteilung, und Andreas Petrik, Vorsitzender des Gesamtvereins – erinnerten an die Anfänge vor 100 Jahren, als die Gründungsmitglieder in der Bevölkerung eher belächelt wurden. Auf einige Erfolge brachten es die Mitglieder in den Disziplinen Ski alpin, Langlauf, Biathlon und sogar Skispringen mit eigener Sprungschanze am Windpässel. Seit 2007 tragen die Aktiven der neu gegründeten Sparte Mountainbike dazu bei, dass der Name des Vereins auch international ein Begriff ist. Vor allem der Zusammenhalt in der Abteilung sei überaus lobenswert, sagte Klingler: „Euer Engagement und Eure Leidenschaft für den Sport sind der Motor unserer Abteilung.“
Im Rahmen der Feierlichkeit am Sonntag wurden zahlreiche Sportler geehrt, die durch herausragende Leitungen auf sich aufmerksam gemacht haben. Allen voran natürlich Stefan Höck, der 1988 mit der deutschen Biathlon-Staffel bei den Olympischen Spielen in Calgary Silber gewonnen hatte. Auch ein Alexander Ebenhoch wurde nicht vergessen, der als Neureuther-Schreck in die Annalen eingegangen ist. Zudem wurde Erwin Pecho, in vielen Benediktbeurer Vereinen als Urkundenschreiber tätig, zum Ehrenmitglied des TSV Benediktbeuern-Bichl ernannt.