Nochmal nachgefragt... - 60 Knöllchen pro Tag auf Parkplatz - und Aldi bleibt stur

Aldi hat zwar seinen Dienstleister angewiesen, die in der Vergangenheit in Rechnung gestellten Vertragsstrafen zu stornieren und zu erstatten, doch für die Zukunft soll das Kontrollsystem bestehen bleiben, berichtet die Pressestelle der Stadt Monheim auf Anfrage von FOCUS online. Es sieht nicht danach aus, als ob der Discounter nachgeben würde. „Die Stadt beharrt allerdings weiterhin darauf, dass die Regelung auch in Zukunft nicht mehr angewendet wird", heißt es deshalb aus dem Rathaus.

Immerhin für die benachbarte Kindertagesstätte scheint es eine Lösung gegeben zu haben. Mitarbeitende nutzen nun angrenzende Parkflächen, umgehen somit die starren Parkplatzregeln des Discounters.

Was war passiert? Hintergrund war eine regelrechte Knöllchenflut, die eingetreten war, nachdem der Discounter auf Parküberwachung umgestellt hatte. Der Discounter lässt in der Filiale im Stadtteil Baumberg und in der Geschwister-Scholl-Straße mit EInführung des neuen Systems nun Kfz-Kennzeichen bei der Ein- und Ausfahrt automatisch durch einen externen Betreiber erfassen. Ein Ansatz, der inzwischen von vielen Einzelhändlern verfolgt wird.

In der Spitze waren es bis zu 60 Knöllchen am Tag auf dem Aldi-Parkplatz

Wer auf den Aldi-Parkplatz fährt, darf dann zwischen Mitternacht und 15 Uhr maximal 90 Minuten parken. Zwischen 15 Uhr und Mitternacht, sowie ganztägig am Wochenende gilt eine Höchstparkdauer von 180 Minuten. Steht ein Fahrzeug länger auf dem Parkplatz, wird eine Vertragsstrafe von 25 Euro fällig.

Knapp 60 Knöllchen pro Tag stellte der Dienstleister Parkraum Service daraufhin aus. Wie viele Menschen von der Strafzettelflut betroffen sind, wollte der Discounter nicht sagen. „Diese Zahlen sind uns nicht bekannt, weil die Vertragstrafen ja nicht von uns als Stadt, sondern von der Firma Parkraumservice aus Wickede im Auftrag von Aldi Süd erhoben wurden“, betont die Pressestelle der Stadt Monheim auf Anfrage. „Wir gehen in Summe von Vertragsstrafen im mittleren fünfstelligen Bereich aus.“

 Bekannt ist ebenfalls nicht, wie viele Filialen bisher von Drittfirmen überwacht werden. Nur so viel ist sicher: Die    vielen Knöllchen waren der Stadt Monheim zu viel.