Seit dem 10. Juli ist die A7 in Fahrtrichtung Flensburg im Bereich des Horster Dreiecks wegen Brückenschäden nicht befahrbar. Diese Sperrung führt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Hamburg/Seevetal – Die A7, eine der Hauptverkehrsadern Deutschlands für den Nord-Süd-Verkehr, steht noch immer vor massiven Herausforderungen, die die diesjährige Urlaubssaison besonders belasten. Seit Donnerstagnachmittag, dem 10. Juli, ist der Abschnitt im Bereich des Horster Dreiecks in Richtung Flensburg und Hamburg vollständig gesperrt, was weitreichende Auswirkungen auf den Reiseverkehr hat – gerade jetzt, da in vielen Bundesländern die Sommerferien begonnen haben. Der Grund für die Sperrung sind gravierende Betonschäden, die bei Sanierungsarbeiten an einer Überführungsbrücke entdeckt wurden. Die zuständige Autobahn-Gesellschaft habe den Verkehr unmittelbar gestoppt, wie seevetal-aktuell.de berichtet.
Sperrung auf der A7 – Mitten in der Reisezeit
Betroffen von der Sperrung sind nicht nur der Ferien- und Urlaubsverkehr, sondern auch zahlreiche Pendler sowie der regionale Güterverkehr. Die Auswirkungen sind bereits jetzt spürbar: Auf den Umleitungsstrecken, insbesondere im Großraum Hamburg, kommt es zu kilometerlangen Staus und erheblichen Verzögerungen. Die Umleitung führe laut ADAC von der A7 am Horster Dreieck auf die Parallelfahrbahn der A1, weiter Richtung A39 (Lüneburg/Seevetal-Maschen). Am Maschener Kreuz könne wieder auf die A7 Richtung Norden gewechselt werden.
Für Reiseziele an der Ostsee, nach Lübeck oder Mecklenburg-Vorpommern empfiehlt der ADAC ab Walsrode über die A27 und das Bremer Kreuz auf die A1 auszuweichen. Auch Großraum- und Schwertransporte seien besonders betroffen: Diese Fahrzeuge müssen bis zum nächstgelegenen Rastplatz fahren – spätestens den an der Lüneburger Heide Ost – und dort eine neue Genehmigung beantragen, um die Umleitung nutzen zu dürfen.
Urlaubsroute für Verkehr gesperrt: A7 ist ein neuralgischer Punkt
Das Horster Dreieck südlich von Hamburg gilt als besonders kritischer Abschnitt: Hier treffen sich A1 und A7 – jährlich nutzen Millionen Reisende diese Route in den Norden, etwa in Richtung Ostsee, wo hohe Preise Urlaubern derzeit zu schaffen machen. Die aktuelle Sperrung betrifft ausschließlich den nördlichen Verkehr Richtung Hamburg und Flensburg. Wer in Richtung Süden fährt, ist nicht eingeschränkt.
ADAC übt Kritik an A7-Sperrung: Brücken „kaputtgespart“
Der ADAC übt deutliche Kritik: Die aktuelle Ausnahmesituation sei das Resultat jahrelanger Versäumnisse bei der Instandhaltung, so beispielsweise ADAC-Sprecher Christoph Tietgen gegenüber dem NDR. Die Brücken seien „kaputtgespart“ worden; jetzt müssten Autofahrende für diese Politik die Zeche zahlen. Bereits zuvor war die A7 im Raum Hamburg als besonders stauanfällig bekannt – nicht zuletzt wegen zahlreicher Baustellen und Sperrungen, etwa rund um den Elbtunnel.
Wie lange der Engpass am Horster Dreieck bestehen bleibt, ist derzeit unklar. Die zuständige Autobahn-Gesellschaft habe Berichten des NDR zufolge umgehend Statiker damit beauftragt, das wahre Ausmaß der Betonschäden zu analysieren. Belastungstests müssen nun zeigen, ob und wie rasch die Brücke repariert werden kann. Bis auf Weiteres brauchen Autofahrer also viel Geduld. (jaka)