In Baierbrunn bereut man es inzwischen, das Wohnbauprojekt an der Ahornstraße gekippt zu haben.
Baierbrunn – Alle Gemeinden versuchen, so viel wie möglich zu bauen, auch Geschosswohnungen – für all jene, die kein Haus für sich brauchen. Auch Baierbrunn hat schon seit langem ein weiteres Anwesen mit Sozialwohnungen auf der Aufgaben-Liste stehen, in der Ahornstraße ist das entsprechende Grundstück vorhanden. Aber das Gebäude, das die Gemeinde selbst errichten hätte wollen, wurde nie gebaut. Im Gemeinderat war das nun Thema.
Gemeinderat hatte sich damals gegen das Projekt entschieden
Dabei zeigte sich, dass es unter Umständen auch die Dynamik ist, in der Sitzungen in der Gemeinde ablaufen, die das Vorhaben erstmal sterben hat lassen. Denn es sei, meinte Bürgermeister Patrick Ott (ÜWG) zu seinem Gremium, genau der Gemeinderat gewesen, der vor zwei Jahren moniert hatte, man werde nicht alle Projekte stemmen. „Ihr habt den Stecker gezogen.“ Baierbrunn baut ja eine neue Schule, der wurde dann alles andere untergeordnet. Daraufhin habe die Verwaltung die Pläne für die Ahornstraße eben wieder in der Schublade verstaut.
Bedingungen haben sich verschlechtert
Christel Zwiefelhofer, parteifrei, hatte bemängelt, dass das Thema wieder fallen gelassen wurde. Sie meinte, andere Gemeinden würden es ja auch schaffen, Wohnungen zu errichten, Straßlach-Dingharting plane sogar eine Senioren-Residenz mit 75 Einheiten, auch Schäftlarn errichte Wohnraum für Alleinstehende. Wie Ott wollte auch Robert Gerb (Grüne), was Zwiefelhofer sagte, „so nicht stehenlassen“, das Gremium selbst hätte den schon gefassten Beschluss für das Gebäude gekippt. „Wir hätten es machen können.“ Inzwischen haben sich die Bedingungen, um bauen zu können, freilich enorm verschlechtert.