Die Böschung am Radweg ist kein optischer Hingucker – ebenso wie das durch den Schneebruch im vergangenen Dezember zum Teil ramponierte Geländer. Beide Themen wurden in der jüngsten Marktratssitzung angesprochen.
Während man inzwischen um Peißenberg herum auf den landwirtschaftlich intensiv genutzten Feldern respektive „Grünlandwüsten“ ökologische Vielfalt mit der Lupe suchen muss, bemüht sich die Marktgemeinde, bunte Blütenpracht in den Ort zu bringen. In den vergangenen Tagen hat der Bauhof die gemeindlichen Grünflächen und Verkehrsinseln auf Vordermann gebracht. Die Bereiche wurden mit neuer Erde und Blumensaatgut bestückt. Nur der Böschungsbereich zwischen Schongauer Straße und dem neuen kombinierten Fuß- und Radweg zwischen Kaufland und Bücherei sieht nach wie vor ungepflegt aus – so wie bereits im vergangenen Jahr.
„Das schaut nicht so wahnsinnig schön aus“, konstatierte Sandra Rößle (CSU/Parteilose) in der jüngsten Marktratssitzung. Doch viel ändern wird sich an dem Zustand zumindest in diesem Jahr wohl nicht. „Die Böschung bleibt heuer noch grün“, erklärte Bürgermeister Frank Zellner (CSU) auf Rößles Nachfrage. Gemeinsam mit dem Bauhof überlegt die Rathausverwaltung derzeit noch, wie die abschüssige Fläche künftig gestaltet werden kann.
„Die perfekte Lösung haben wir noch nicht gefunden“, räumt Bauhofleiter Roman Bals im Gespräch mit der Heimatzeitung ein. Die Angelegenheit ist durchaus diffizil. Um auf der Böschung Blumensaatgut auszubringen, müsste die Fläche erst aufgefräst werden. In der steilen Hanglage wäre das aber ein äußerst aufwendiges Unterfangen. Auch die Verlegung eines Blumenrollrasens hat man bereits in Erwägung gezogen – und schnell wieder verworfen: „Das würde ein Vermögen kosten und in keinem Verhältnis stehen“, so Bals.
Geländer seit längerer Zeit beschädigt
Für heuer hat sich der Bauhof vorgenommen, die Böschung häufiger zu mähen und Blumenzwiebeln einzupflanzen – „damit wir zumindest ein paar Blumen reinbekommen und das Ganze bunter wird“, wie es Bals formuliert. Aber auch die Mähaktionen sind für den Bauhof ein ziemlicher Aufwand: „Es braucht jedes Mal eine Ampelschaltung. Wir können den Hang nur von der Straße aus mähen, da oben ja das Geländer steht“, erklärt Bals.
Apropos „Geländer“: „Es wird im Ort sehr viel darüber gesprochen, dass das Geländer seit längerer Zeit massiv beschädigt ist“, meldete sich Jürgen Forstner (Freie Wähler) im Gemeinderat zu Wort: „Ich bitte um baldige Reparatur, weil a: schaut das nicht schön aus – und b: ist das gefährlich.“ Frank Zellner erwiderte, dass der Bauhof mit dem „Lieferanten“ aus Peißenberg, der das Geländer auch gebaut habe, in Kontakt stehen würde: „Die Sache ist erkannt und wird bearbeitet.“
Doch Forstner hakte nach: „Da kann der Lieferant nichts dafür, wenn er keinen Auftrag erhält.“ Und überhaupt: „Bitte nicht die Peißenberger Firma in ein schlechtes Licht rücken.“ Und man solle auch bei den Tatsachen bleiben – denn: „Den Auftrag für das Geländer hat eine Böbinger Firma bekommen – und für die war das Peißenberger Unternehmen tätig“, so Forstner. Frank Zellner wiederum beteuerte, dass er mit seinen Ausführungen keinesfalls habe sagen wollen, „dass der Lieferant zu langsam ist“. Und wie geht´s nun in der Causa „Geländer“ weiter? In der ersten Woche der Pfingstferien hat es einen Ortstermin mit dem Bauhof und der Peißenberger Firma gegeben.
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