Im vergangenen Jahr mit Landtagspräsidentin llse Aigner (CSU) eine Politikerin, heuer eine Fernseh- und Theaterschauspielerin: Victoria Mayer übernimmt die Schirmherrschaft für den diesjährigen Dießener Töpfermarkt (9. bis 12 Mai) und wird das viertägige Keramikfestival eröffnen.
Dießen - „Wir freuen uns sehr, dass wir Victoria Mayer dafür gewinnen konnten“, betont Dießens Bürgermeisterin Sandra Perzul. Damit sei eine Persönlichkeit gefunden worden, die sehr prominent ist, aber auch starken regionalen Bezug zu Dießen hat. Seit 2010 lebt die 47-Jährige in der Marktgemeinde. Hier engagiert sich die Schauspielerin immer wieder bei lokalen Initiativen oder beteiligt sich an kulturellen Veranstaltungen vor Ort.
„Seitdem ich in Dießen wohne, gehe ich selbst gerne auf den Töpfermarkt“, sagt Mayer. „Ich liebe die lebendige Atmosphäre des Marktes, das bunte Nebeneinander der vielen verschiedenen Formen von Keramik, das Miteinander der Ausstellenden und Gäste.“ Als die Bürgermeisterin sie wegen der Schirmherrschaft ansprach, habe sie nicht lange gezögert. „Es ist eine große Freude und Ehre für mich, in diesem Jahr den Töpfermarkt eröffnen und begleiten zu dürfen.“
Das Keramikfest findet traditionell wieder an Christi Himmelfahrt vom 9. bis 12. Mai statt. Rund 170 Keramiker aus 14 Ländern präsentieren direkt am Ammersee ihre Arbeiten. Von Gebrauchskeramik für Haus und Garten bis zu grandiosen und abstrakten Kunstwerken reicht die Palette internationaler keramischer Vielfalt. Der Dießener Töpfermarkt gilt als einer der wichtigsten Branchentreffs in der zeitgenössischen Keramikszene. Themen sind neben „Keramik am See“ in den Seeanlagen, der hoch geschätzte Dießener Keramikpreis und der Keramikweg mit Ausstellungen im Kulturforum Blaues Haus, im Traidtcasten und im Taubenturm. Im zentralen Ausstellungspavillon von Erwin Kloker inmitten des Marktgeschehens werden Trinkgefäße für Cidre, Saft, Wein und Bier zu sehen sein.
Victoria Mayer zählt zu einer der meistgebuchten deutschen Schauspielerinnen. Aufgewachsen in Bremen und Marburg, arbeitete sie nach ihrem Abitur zunächst als Regieassistentin in Deutschland und Österreich, bevor sie von 1997 bis 2001 an der Bayerischen Theaterakademie studierte. Direkt nach dem Studium feierte sie erste Bühnenerfolge am Schauspiel Frankfurt, dem Akademietheater und dem Metropoltheater in München. Mehrfach wirkte sie im „Tatort“ mit, spielte aber auch in diversen Serien und Fernsehfilmen wie in der Tragikomödie „Auf die harte Tour“ oder dem Drama „Play“. Zu ihren bekanntesten Kinoerfolgen gehört der Film „Hin und Weg“, bei dem sie mit Florian David Fitz und Jürgen Vogel arbeitete.