Kind (6) an Wasserfall in Oberbayern von großem Eisbrocken getroffen

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Ein Ausflug zu einem gefrorenen Wasserfall in Oberbayern endete tragisch. Ein Eiszapfen verletzte ein sechsjähriges Kind schwer.

Flintsbach - Am 4. Januar 2026 ereignete sich in der Gemeinde Flintsbach am Inn ein schwerer Unfall, bei dem ein sechsjähriges Kind verletzt wurde. Die Familie aus dem Raum Rosenheim unternahm einen Ausflug zum Arzmooser Wasserfall, der aufgrund der Witterung als Eisgebilde zu betrachten war. „Als sich das Kind in der Nähe des Eisvorhangs befand, brach aus ungeklärter Ursache, wahrscheinlich aufgrund seines Eigengewichts, ein mannsgroßer Eiszapfen ab, durch welchen das Kind unmittelbar unterhalb getroffen wurde“, teilte die Grenzpolizei Raubling mit.

Der Unfall geschah am Arzmoos-Wasserfall in Flintsbach am Inn, Landkreis Rosenheim.

Schwerer Unfall in Oberbayern: Kind von Eiszapfen erfasst

Dabei wurde das Kind schwer verletzt und unter dem Eiszapfen begraben. Die Eltern befreiten das Kind, leisteten Erste Hilfe und setzten einen Notruf ab.

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Ein Kind wurde von einem Eiszapfen begraben (Symbolbild). © IMAGO / YAY Images

Die Bergwacht Brannenburg und zwei Polizeibergführer der Grenzpolizeiinspektion Raubling wurden alarmiert. Insgesamt 20 Einsatzkräfte der Bergwacht waren vor Ort, darunter auch ein Bergwachtnotarzt. Ein Kriseninterventionsteam der Bergwacht kümmerte sich um die Eltern. Der Rettungshubschrauber Christoph Murnau brachte einen Notarzt und einen Kindernotarzt zur Unfallstelle, die die weitere Versorgung des Kindes übernahmen. Anschließend wurde das Kind in die Unfallklinik Murnau geflogen.

Eiszapfen begräbt Kind unter sich: Auch Rettungshubschrauber im Einsatz

„Das Kind hatte großes Glück, wurde aber durch das Gewicht des Eiszapfens schwer verletzt. Das war der hervorragenden Erstversorgung der Bergwacht und den Notärzten zu verdanken“, so die Polizei.

Insgesamt waren 20 Bergwachtkräfte, vier Notärzte, der Rettungshubschrauber Christoph Murnau und zwei Polizeibergführer im Einsatz. Die Polizei rät, sich derzeit mit großer Vorsicht in der Nähe von gefrorenen Wasserfällen zu bewegen, da die Festigkeit der Eisgebilde schwer einzuschätzen ist. Nach aktuellem Ermittlungsstand wird ein Fremdverschulden für das Lösen des Eiszapfens ausgeschlossen. (Quelle: Grenzpolizei Raubling) (kam)

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