Klitorissandwich, Kreise, Spiralen - Sex-Coach sagt, wie Sie eine Frau mit richtiger Fingertechnik zur Ekstase bringen

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Getty Images/Jonathan Knowles/inkoly Fingern ist weit mehr als nur eine Vorstufe zum Hauptakt – es ist eine eigenständige und sinnliche Technik, die Frauen zu intensivem Vergnügen führen kann.
Sonntag, 17.11.2024, 17:00

Die Klitoris ist das einzige Organ, das nur dazu da ist, Lust zu spenden. Genial, findet Sexualberaterin Beatrix Roidinger - und sagt, was beim erotischen Spiel mit den Fingern besonders wichtig ist und welche Techniken beim Fingern dafür sorgen, dass ein Orgasmus gelingt.

Fingern ist allein und zu zweit heißer, großartiger Sex. Wer Fingern zum sogenannten Vorspiel degradiert, wird viel Spaß versäumen. Fingern ist überdies eine lustvolle Alternative zum penetrativen Sex. Es bietet sich auch dann an, wenn der Mann Erektionsprobleme hat. Potenz muss so nicht zwangsläufig an einen harten Penis gekoppelt sein. Aber wie fingert man richtig und richtig gut?

Bevor wir noch einmal zum Mond fliegen, sollten wir alles über die Klitoris erforschen

Die Klitoris ist das einzige Organ, das nur dazu da ist, Lust zu spenden. Genial. Trotzdem oder gerade deshalb hat sie eine bewegte Geschichte voller Irrtümer, Missverständnisse und leider auch Ignoranz und Gewalt hinter sich. Während wir 1969 zum Mond geflogen sind, sollte es noch ganze 29 Jahre dauern, bis die Klitoris anatomisch korrekt beschrieben wurde.

Die australische Urologin Helen O´Connor hat die Klitoris 1998 zum ersten Mal intensiv erforscht. Sie zeigte, dass 80 Prozent dieses wundervollen Organs weiblicher Lust im Inneren des Beckens liegen. Darum kann man die Klitoris sowohl von außen (also an der Klitorisspitze), als auch von innen (durch den Vaginalkanal) stimulieren. Die hohe Dichte an Nervenenden (ca. 8.000) an der Klitorisspitze macht dieses Organ zu einer zentralen Schaltstelle für sexuelle Lust.

Über Beatrix Roidinger

Beatrix Roidinger
Yannick Gramm Beatrix Roidinger

Beatrix Roidinger ist Autorin, Sexualberaterin und klinische Sexologin mit Spezialisierung auf männliche Sexualität. Sie ist Gründerin von Best Lover, einem Zusammenschluss aus Sexualberatern, Sexologen und Urologen. In der Best Lover Academy - dem größten deutschsprachigen Online Coaching Programm - hat sie bereits über tausend Männern bei der Behebung ihrer sexuellen Probleme geholfen. Alle Informationen zu Beatrix Roidinger finden Sie auf ihrer Website.

Warum die Klitoris mehr ist als nur die Spitze?

Die Klitoris ist wie der Penis ein erektiler Körper. Sie besteht aus zwei Klitorisschenkeln, einem Klitoriskörper und einer Klitoriseichel. Die Klitoriseichel ist der sichtbare Teil, den alle kennen und der früher fälschlicherweise für das Ganze gehalten wurde. Ähnlich wie beim Penis ist die Klitoriseichel mit Vorhaut (Klitorishaube) und Frenulum ausgestattet. Diese äußeren, sichtbaren Teile findet man dort, wo die inneren Vulvalippen aufeinandertreffen. 

Wie startet man das erotische Spiel mit den Fingern und was ist dabei besonders wichtig?

Jede sexuelle Begegnung ist anders und Dogmen sind beim Sex immer im Weg. Doch einige Fakten zur Klitoris gelten für fast alle Frauen: Will Mann maximale Lust erzeugen, sollte er sich ihrer Vulva langsam nähern. Der direkte Griff zwischen ihre Beine ist oft zu forsch und zielgerichtet.

Worte, Küsse, indirekte Berührung am Anfang

Beginnen kann man mit erotischen Worten, mit Küssen vom Hals abwärts oder mit sanftem Streicheln des ganzen Körpers. Das geht auch durch die Kleidung hindurch. Einfach nur die Hand ruhig in ihren Schritt legen. Sie spürt die angenehme Wärme. Und ihre Vulva, ihre Klitoris können sich auf das freuen, was kommt.

Ruhiges Kreisen - kleine Pausen

Auch wenn die Finger bereits an der Vulva sind, können sie die Klitoris rund um die inneren Vulvalippen noch eine Weile umkreisen. Je ruhiger und je weniger drängend die Hand ist, desto größer das Begehren der Frau. Ein echter Teaser sozusagen. Man spielt mit dem Vorwegnehmen der Berührung. Und baut erotische Spannung auf. Sie vergrößert sich noch durch immer wieder eingebaute kleine Pausen, durch Innehalten bei der Bewegung.

Gleitgel schützt die empfindliche Haut 

Die Haut an der Vulva ist sehr dünn und daher empfindlich. Deswegen sollte sie feucht sein, bevor man seine Finger dorthin bewegt. Hochwertiges Gleitgel eignet sich gut, falls es noch nicht ausreichend natürliche Feuchtigkeit gibt. Dass Speichel, Vaseline oder dergleichen nicht funktionieren und warum das so ist, lesen Sie hier.

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Wie kann ehrliches Feedback und Kommunikation das Fingerspiel intensivieren?

Leider versäumen es Frauen manchmal, die Verantwortung für ihre Lust zu übernehmen und geben Männern kein ehrliches Feedback. Wie und wo genau will sie berührt werden? Jede Frau hat andere Bedürfnisse und manchmal sind ihre Vorlieben sogar tagesaktuell unterschiedlich.

Zeigen, wie man berührt werden will

Weil es oft mit Worten schwer zu beschreiben ist, kann es die Frau mit ihren eigenen Händen zeigen. Das mag für manche ungewohnt und vielleicht irritierend sein. Es erleichtert aber das Verständnis für die individuelle Berührungspräferenz ungemein. Und es kann sogar ein großartiger Teil eines erotischen Spiels werden.

Kommunikation ist auch Körpersprache lesen

Natürlich liest ein guter Liebhaber auch ihre Körpersprache. Zieht die Frau das Becken zurück, und wenn es nur einen Millimeter ist, dann heißt es auf jeden Fall einen oder sogar zwei Gänge zurückzuschalten. Wenn es gefällt, reckt fast jede Frau ihr Becken entgegen. Was so viel heißt, wie “Gib mir mehr!” bzw. „Mach genauso weiter bitte!“

Nachfragen und darüber sprechen

Sind Körpersprache und Stöhnen aber nicht aufschlussreich, sollte man auf alle Fälle nachfragen. Das passt während dem Sex nicht für alle Menschen. Dann ist es empfehlenswert, im Nachklang das Erlebte gemeinsam zu reflektieren. Dann ist Mann beim nächsten Mal weniger im “Trial and Error Mode”. Kommunikation ist also wesentlich, will man guten Sex haben.

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Welche Techniken beim Fingern sorgen dafür, dass ein Orgasmus gelingt?

Sanftes Kreisen um die Klitoris

Fast alle Frauen bevorzugen zur Stimulation stetige Kreise um und auf der Klitorisspitze. Kleine Kreise, große Kreise, Spiralen und Ovale. Hauptsache rund und stetig! Außerdem ist flächiger Druck, also Druck mit den flachen Fingern, besser als der pointierte Druck mit der Fingerspitze.

Indirekte Berührung auf der Klitorishaube

Die meisten Frauen wollen nicht direkt an der Klitorisspitze berührt werden, da die Empfindung dort zu intensiv, für manche sogar schmerzhaft ist. Dieses sensible Organ will am liebsten indirekt über die Klitorishaube berührt werden. Das gilt besonders, wenn die Frau noch nicht hoch erregt ist.

Das Klitorissandwich

Eine andere Technik mit indirekter Berührung ist das sogenannte Klitorissandwich. Dafür werden die äußeren Vulvalippen um die Klitorisspitze sanft zusammengedrückt. Die Klitoris wird dann durch einen weichen, eben indirekten Druck stimuliert. Das Sandwich kann dann auf und ab bewegt werden. Nicht alle Frauen mögen das, aber für die, die es mögen, ist es sehr erregend.

Koordination von Hand und Fingerspitzen

Eine Technik für Fortgeschrittene ist, zwei oder drei Finger in der Vagina zu haben und gleichzeitig mit dem Daumen die Klitorisspitze zu stimulieren. Und was macht die andere, freie Hand? Sie kann entweder sanft die Oberschenkel oder den Bauch streicheln, den Nippeln Aufmerksamkeit schenken oder der anderen Hand helfen. Solide Handarbeit macht einfach immer Spaß.

Fazit

Fingern ist weit mehr als nur eine Vorstufe zum Hauptakt – es ist eine eigenständige und sinnliche Technik, die Frauen zu intensivem Vergnügen führen kann. Entscheidend dabei ist eine langsame Annäherung, die Beherrschung verschiedener Fingertechniken und eine offene Kommunikation über Vorlieben und Präferenzen bei der Stimulation.

Content stammt von einem Experten des FOCUS online EXPERTS Circles. Unsere Experts verfügen über hohes Fachwissen in ihrem Bereich. Sie sind nicht Teil der Redaktion. Mehr erfahren.