Drama beim Almabtrieb in Zellberg: Ein 39-Jähriger stürzte mit einer Kuh acht Meter ab und wurde lebensgefährlich verletzt.
Zellberg – In Österreich hat sich ein merkwürdiger Unfall ereignet: Ein Mann ist am Sonntagvormittag (21. September) beim Almabtrieb in Zellberg im Zillertal mit einer Kuh abgestürzt. Das berichtete unter anderem der Österreichische Rundfunk (ORF). Dabei wurde ein 39-jähriger Einheimischer lebensgefährlich verletzt.
Der Mann war gemeinsam mit seinem 15-jährigen Sohn als freiwilliger Viehtreiber im Einsatz, um die Rinder eines Landwirtes von der Söggenalm auf der Zillertaler Höhenstraße ins Tal zu bringen. Plötzlich brach eine Kuh aus der Herde aus und lief bergwärts in einen steilen Waldhang. Vater und Sohn folgten dem Tier, um es zurückzutreiben.
Unfall bei Almabtrieb in Tirol: Mann von herabstürzender Kuh acht Meter mitgerissen
Der 39-Jährige kletterte eine steile Böschung hinauf, während sich die Kuh oberhalb aufhielt. Auf einem Steinschutznetz geriet das Rind ins Rutschen, erfasste den Mann und stürzte mit ihm rund acht Meter in die Tiefe. Der Österreicher schlug dabei auf der Straße auf und erlitt lebensbedrohliche Verletzungen. Nach der Erstversorgung wurde er mit dem Notarzthubschrauber in die Innsbrucker Klinik geflogen. Die Kuh blieb unverletzt.
Begegnungen mit Kühen: Immer wieder Attacken auf Wanderer
Unfälle mit Kühen sind in Österreich keine Seltenheit. Immer wieder kommt es zu Angriffen auf Wanderer – etwa Ende August, wie Alpin berichtete. In Ramsau am Dachstein kam es zu einem schweren Vorfall: Zwei Wanderer, die mit ihrem Hund unterwegs waren, wurden von einer Kuhherde attackiert und dabei schwer verletzt. Einer der Männer erlag wenig später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Behörden prüfen nun, ob die Attacke der Tiere unmittelbar für den Tod des Wanderers verantwortlich war. Gerichtsurteile machten anfangs die Bauern haftbar, weshalb einige ihre Almflächen für Wanderer sperrten. (Quellen: ORF, Tiroler Tageszeitung, Alpin) (hk)