„Oh. Da brennt‘s“, wird sich vielleicht der ein oder andere denken, wenn er von morgen an bis Sonntag riesige Rauchwolken über Herrsching ziehen sieht. Es brennt in der Tat, aber kontrolliert. Bereits zum dritten Mal findet am kommenden Wochenende auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Herrsching eine sogenannte „Heißausbildung“ statt.
Herrsching - Rund 80 Teilnehmer von 15 Feuerwehren aus dem Landkreis und auch aus den Nachbarlandkreisen üben an drei Tagen in einer Brandsimulationsanlage realitätsnah den „Innenangriff“ bei Temperaturen bis zu 400 Grad Celsius. Vom Fettbrand bis hin zur brennenden Inneneinrichtung können verschiedenste Szenarien in dem Simulator der Firma Draeger geübt werden. Der große Container, der über eine Bedienungskanzel nicht nur bedient, sondern auch überwacht wird, trägt den beeindruckenden Namen „Fire Dragon“ (Feuerdrachen). Sollte etwas schiefgehen, kann der mit Gas befeuerte Container sofort ausgeschaltet und belüftet werden.
Ziel der Übung ist es, unter Atemschutz den richtigen Umgang mit der Ausrüstung, die richtige Taktik, aber auch wassersparendes Löschen zu üben. Denn dadurch können bei Brandeinsätzen einhergehende Wasserschäden oftmals vermieden oder klein gehalten werden.
Die Anwohner rund um das Feuerwehrgerätehaus wurden bereits über mögliche Lärm- und (ungiftige!) Rauchentwicklung informiert. Etwa 50 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Herrsching sorgen dafür, dass alle Teilnehmer gut versorgt werden – vor allem kulinarisch, denn der Einsatz kostet Energie. Für Interessierte wird ein Info-Zelt aufgebaut, in dem Feuerwehrleute alle Fragen rund um die Feuerwehr und den Einsatz in einem solchen Brandsimulator beantworten. Aktuelle Informationen dazu veröffentlicht die Feuerwehr Herrsching auch auf ihren Konten in den sozialen Medien.