Gründung 2014, russische Besitzer, Mini-Stadion: Wer ist Bayern-Gegner FC Pafos?

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Innerhalb weniger Tage katapultiert sich der Pafos FC auf die europäische Fußball-Landkarte. Wer ist der kommende Champions-League-Gegner des FC Bayern?

München – Vor jeder Europapokal-Auslosung durchforsten Fans das Teilnehmerfeld nach möglichen Exoten, auf die ihr Verein im Wettbewerb treffen könnte. Vor dieser Champions-League-Saison zählten dazu vor allem die Debütanten aus Almaty und der zypriotische Pafos FC – und genau auf Letzteren trifft nun der FC Bayern.

Der Pafos FC vor dem Play-off-Duell mit Roter Stern.
Der Pafos FC vor dem Play-off-Duell mit Roter Stern. © IMAGO

Zum ersten Mal seit 2018 und erst als dritter Klub von der Mittelmeerinsel überhaupt schaffte der 2014 gegründete Verein die Qualifikation für die Königsklasse. Wo man sonst APOEL Nikosia erwarten würde – 1990 trafen die Teams in der Königsklasse aufeinander –, reist der deutsche Rekordmeister diesmal nach Pafos – Grund genug, einen genaueren Blick auf den jungen Klub zu werfen.

Bayern-Gegner aus Zypern: Gründung 2014, russische Besitzer und Mini-Stadion

Die Ursprünge des heutigen Vereins reichen ins Jahr 2014 zurück. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten schlossen sich AEK Kouklia und AE Paphos zum neuen Fusionsklub Pafos FC zusammen. Gleich in der Premierensaison ging es in die erste Liga hoch, dann wieder runter und erneut hinauf – das Bild einer klassischen Fahrstuhlmannschaft.

2017 änderte sich die Situation grundlegend: Zwei finanzstarke Investoren übernahmen das Projekt. Der in Ungarn geborene Russe Roman Dubov, mittlerweile britischer Staatsbürger, und Sergey Lomakin, Eigentümer einer der größten russischen Discounterketten, stellten den Klub auf neue Beine und wollten den Spitzenfußball in die 37.000-Einwohner-Stadt mit dem Odeon als Weltkulturerbe bringen.

Mit dieser Kapitalbasis wuchs der sportliche Anspruch rasant. Auf Zypern entstand ein bunt zusammengewürfelter Kader internationaler Profis – nur drei der 24 Spieler stammen aus dem eigenen Land. Der prominenteste Name ist Abwehrveteran David Luiz. An der Seitenlinie steht der Spanier Juan Carlos Carcedo, einst Assistent von Unai Emery. Russisches Geld und iberisches Trainer-Know-how bilden so die Grundpfeiler des aktuellen Erfolgs.

2024/25 folgte die nationale Krönung: Pafos wurde erstmals Meister und erspielte sich damit die Chance auf die Champions League-Teilnahme. In der gleichen Spielzeit trat man bereits in der Conference League an und duellierte sich hier in der Ligaphase mit dem 1. FC Heidenheim. Nach Erfolgen über Maccabi Tel Aviv und Dynamo Kiew in der diesjährigen Champions-League-Quali schlug man am Dienstag (26. August) auch das serbische Schwergewicht Roter Stern und machte sich damit zum Gesprächsthema im europäischen Fußball.

Allerdings kann die Infrastruktur in Pafos mit dem sportlichen Erfolg offenbar noch nicht ganz Schritt halten – zumindest, was die Regularien der UEFA betrifft. Da das Stelios-Kyriakides-Stadion weniger als 10.000 Plätze fasst, ist davon auszugehen, dass – wie zuletzt gegen Roter Stern – auch das Spiel gegen die Bayern im 65 Kilometer entfernten Limassol oder gar im Gymnastikos Syllogos Pankipria in der Hauptstadt Nikosia ausgetragen wird. (nki)

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