Vor der Küste von Melenara, einem Ortsteil der Gemeinde Telde auf Gran Canaria (Top-10-Spots), erhebt sich der Neptuno de Melenara. Die mehr als vier Meter hohe Bronzeskulptur zeigt den römischen Meeresgott Neptun mit einem Dreizack in der einen und einem Fisch in der anderen Hand. Seit 2001 ist sie dort verankert und zieht Besucher an.
Neptuno de Melenara: Ein Wahrzeichen der Küste Gran Canarias
Die Statue steht auf einem Felsvorsprung, bekannt als "El Puntón", direkt vor dem Strand im flachen Wasser. Ihre Position lässt sie bei hoher Flut oder stürmischem Wetter wie aus dem Meer auftauchen wirken. In den sozialen Netzwerken hat sich schnell der Name der "schrecklichsten Statue der Welt" verbreitet.
Die Gemeinde Telde gab die Statue in Auftrag, um das Fischererbe von Melenara zu würdigen. Der kanarische Künstler Luis Arencibia erhielt den Auftrag. Sein Stil orientiert sich an klassischen Vorbildern, integriert sich jedoch in die Küstenlandschaft.
Die Enthüllung 2001 machte Melenara zu einem Ziel für Besucher. Aus einem Fischerort wurde ein Ort, der Kunst und Natur verbindet.
Neptuno de Melenara: Schäden durch Natur und Mensch
Die Lage der Statue führt zu Problemen. Im Jahr 2010 beschädigten Wellen den Arm und den Dreizack. Die Reparaturen wurden 2017 abgeschlossen.
Auch menschliches Verhalten stellt eine Herausforderung dar. Trotz Schutzmaßnahmen klettern Besucher auf den Felsen und die Statue. Die Gemeinde Telde stuft dies als gefährlich und respektlos ein.
Im letzten Jahr gab es außerdem eine Protestwelle auf den Kanaren: Einheimische und Naturschützer forderten ein Umdenken im Tourismus: Die Kanaren-Bewohner sahen in der Urlauberflut ein „Krebsgeschwür“ und planten Massenproteste.