Im Wald war ordentlich was los.
Isen – Großes Interesse herrschte an der Infoveranstaltung der Waldbesitzervereinigung (WBV) Erding und der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau in Isen. Eindrücklich zeigte Forstwirtschaftsmeister Hans Staudinger über 60 Teilnehmern Gefahren bei der Schneebruchaufarbeitung auf.
Mit praktischen Vorführungen demonstrierte er, wie gute Planung, korrekte Fällschnitttechniken und der sichere Einsatz von Seilwinden das Verletzungsrisiko reduzieren. Christian Satzl ging schließlich auf die erforderliche Schutzausrüstung ein und machte den Ernst der Situation mit den aktuellen Unfallzahlen allein im Dezember deutlich.
Gemeinsam mit WBV-Förster Peter Kellner appellierte er an die Teilnehmer, bei zu unübersichtlichen Situationen oder zu großen Mengen an Schadholz kein Risiko einzugehen und Profis ran zu lassen. Der Einsatz von Harvestern sei die beste Möglichkeit, um Unfälle zu vermeiden.
Die WBV organisiert landkreisweit die Schneebruch-Aufarbeitung mit den Forstunternehmern. Kellner stellte den aktuellen Stand vor und ging auf die stabilen Preise auf dem Holzmarkt ein. Zur Abschlussbesprechung durften sich die Teilnehmer im Bauernhof von Familie Kern bei Kaffee und Gebäck aufwärmen.
Die nächste Veranstaltung findet bereits diesen Freitag, 16. Februar, bei Familie Reiter in Hinterholzhausen 1, in der Gemeinde Langenpreising, statt. Auf dem Programm stehen in der Zeit von 13 bis 16 Uhr unter anderem: Bäume unter Spannung richtig beurteilen, Funkseilwinden und deren Gefahren, Umlenkrollen, Gurte, Ketten – was muss ich beachten, Flämisches Auge, Seilverpressungen, Königsbronner Anschlagtechnik, Regelfälltechnik und was beim Absperren von Forstwegen zu beachten ist. Eingeladen sind alle Waldbesitzer. Wetterfeste Kleidung wird empfohlen, ein Forsthelm ist Pflicht. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.