Ukraine-News: Russland feiert Erfolge – Kiew widerspricht deutlich
Ukraine-News im Ticker: Kiew bestätigt Angriffe auf ein russisches Ölterminal und eine Raffinerie: „Neujahrsfeuerwerk aus tiefstem Herzen.“ Die Lage im Überblick.
Das Wichtigste in
diesem News-Ticker
- Ukraine sendet Putin „Neujahrsfeuerwerk“ – Einheiten des ukrainischen Militärgeheimdienstes melden Angriffe in Russland.
- Moskau veröffentlicht Video nach angeblichem Angriff auf Putin-Villa – Erstmals könnte Russland damit einen möglichen Beweis für seine Vorwürfe gegen Kiew liefern.
- Russlands Verluste im Ukraine-Krieg – Nach Angaben Kiews belaufen sich Russlands Verluste im Ukraine-Krieg auf rund 1.207.910 Soldaten.
Update, 13:49 Uhr: Ukrainische Streitkräfte weisen die russische Darstellung einer Einnahme der Stadt Rodynske in der Region Donezk zurück: Die Stadt stehe nach wie vor unter ukrainischer Kontrolle. Laut Ukrinform veröffentliche eine ukrainische Brigade auf Telegram Aufnahmen, die in der Stadt eine ukrainische Flagge zeigen sollen. „Russische Soldaten, denen es gelingt, in die Stadt einzudringen, werden aufgespürt und mit allen verfügbaren Mitteln vernichtet. Die Kampfhandlungen dauern rund um die Uhr an“, heißt es in dem Bericht.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-News: Russische Angriffe auf Odessa – und Kiews Gegenschlag
Erstmeldung: Moskau/Kiew – Kurz vor Beginn des neuen Jahres nimmt Russland im Ukraine-Krieg in Odessa noch einmal die ukrainische Energieinfrastruktur ins Visier. Doch auch Kiew schickt Russland ein „Neujahrsfeuerwerk“, wie der ukrainische Nachrichtendienst schreibt.
Ukraine sendet Putin „Neujahrsfeuerwerk“
So sollen in der Nacht zu Mittwoch (31. Dezember) Einheiten des ukrainischen Militärgeheimdienstes in Zusammenarbeit mit dem staatlichen Grenzschutzdienst einen Ölterminal und eine Raffinerie im russischen Schwarzmeerhafen Tuapse in der Region Krasnodar angegriffen haben. Das meldete der ukrainische Verteidigungsnachrichtendienst. In der Mitteilung heißt es laut Ukrainska Pravda: „Das Team von Defence Intelligence of Ukraine gratuliert den Leibeigenen Russlands herzlich zu den bevorstehenden Feiertagen und präsentiert dieses Neujahrsfeuerwerk aus tiefstem Herzen.“
Russland nahm unterdessen in Odessa die ukrainische Energieinfrastruktur ins Visier und legte dabei nach Angaben des ukrainischen Energieministeriums die Stromversorgung für mehr als 170.000 Verbraucher lahm. Neben Infrastruktur seien auch Wohngebäude bei den nächtlichen Angriffen im Ukraine-Krieg getroffen worden, wie der Chef der Militärverwaltung der Stadt Odessa, Serhij Lyssak, auf Telegram mitteilte. Sechs Menschen, unter ihnen drei Kinder im Alter von 7 Monaten, 8 und 14 Jahren, seien verletzt worden.
Moskau veröffentlicht Video nach angeblichem Angriff auf Putin-Villa
Unterdessen veröffentlichte Russland am Mittwoch erstmals nach Tagen mögliche Beweise für den angeblichen ukrainischen Angriff auf eine Residenz des russischen Machthabers Wladimir Putin. „Der Terroranschlag des Kiewer Regimes war zielgerichtet, sorgfältig geplant und erfolgte in mehreren Stufen“, sagte der Chef der Luftabwehrraketentruppen der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte, Alexander Romanenkow, in Moskau.
In einem vom russischen Verteidigungsministerium veröffentlichten Video listete der Generalmajor unter anderem Orte, genaue Uhrzeiten und Flugrouten einzelner Drohnen in der Nacht auf den 29. Dezember auf. Das Ministerium veröffentlichte zudem ein Video, auf dem ein Uniformierter in einem Wald und Fragmente einer angeblich ukrainischen Drohne zu sehen sind. Die Ukraine wies die Vorwürfe Moskaus in den vergangenen Tagen entschieden zurück und warf dem Kreml vor, die Verhandlungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs damit sabotieren und weitere Angriffe gegen das Nachbarland rechtfertigen zu wollen.
Einem Ende des Ukraine-Kriegs scheint man mit den aktuellen Entwicklungen nicht näher: Russland kündigte bereits an, seine Positionen in den Verhandlungen überdenken zu wollen. Welche Positionen das sind, blieb dabei offen: Bislang beharrt Moskau ohnehin auf seinen Maximalforderungen.
Russlands Verluste im Ukraine-Krieg
Während der Krieg in der Ukraine also weiter tobt, verzeichnet Russland laut Kiew jedoch hohe Verluste. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs belaufen sich die russischen Verluste seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 auf rund 1.207.910 Soldaten - 1.000 russische Soldaten seien innerhalb der vergangenen 24 Stunden verletzt oder getötet worden.
Kiews Generalstab meldet Russlands Verluste seit Beginn des Ukraine-Kriegs:
- 11.481 Panzer
- 23.845 gepanzerte Kampffahrzeuge
- 72.247 Fahrzeuge und Treibstofftanks
- 35.642 Artilleriesysteme
- 1.586 Mehrfachraketenwerfer,
- 1.266 Luftabwehrsysteme
- 4.136 Marschflugkörper
NATO-Generalsekretär Mark Rutte hatte am 11. Dezember die Zahl russischer Verluste auf schätzungsweise mehr als 1,1 Millionen beziffert. Im Jahr 2025 seien es pro Tag durchschnittlich 1200 Soldaten pro Tag gewesen. (Quellen: dpa, AFP, ukrainischer Generalstab, Ukrainska Pravda) (pav)