Bremen fliegt gegen Bielefeld aus dem DFB-Pokal - Bayer, Union, Magdeburg weiter

Arminia Bielefeld - Werder Bremen 1:0 (0:0)

Das Wichtigste in Kürze: Vorjahresfinalist Arminia Bielefeld hat erneut eine dicke Überraschung im DFB-Pokal geschafft. Gegen den Bundesligisten Werder Bremen gewann der Zweitliga-Aufsteiger in der ersten Runde vor 26.247 Zuschauern in der ausverkauften Bielefelder Alm durch ein Tor von Joker Isiah Young in der Nachspielzeit (90.+3 Minute). 

Die Gäste aus Bremen mussten im ersten Pflichtspiel unter Neu-Trainer Horst Steffen nach einer Gelb-Roten Karte gegen Leonardo Bittencourt (54.) den Großteil der zweiten Hälfte in Unterzahl spielten. 

Für Bielefeld ist es bereits der dritte Pokalerfolg gegen die Bremer – in der vergangenen Saison hatten die Ostwestfalen Bremen noch als Drittligist im Viertelfinale überraschend mit 1:2 aus dem Pokal geworfen und zogen später ins Endspiel ein. 2015 war für Werder im Achtelfinale auf der Bielefelder Alm Schluss.

Drei Kleine raus - Leverkusen, Union und Magdeburg weiter

Bayer Leverkusens neuer Trainer Erik ten Hag hat sein Pflichtspiel-Debüt im DFB-Pokal mit etwas Mühe und einiger Verzögerung gewonnen. Der lange schwache Vizemeister setzte sich mit 4:0 (1:0) bei der SG Sonnenhof Großaspach durch, nachdem die Partie wegen eines Gewitters mit Hagel etwa 40 Minuten unterbrochen war. In der ersten Runde ausgeschieden sind neben dem schwäbischen Regionalligisten auch die Außenseiter 1. FC Saarbrücken und FC Gütersloh. 

Die Saarländer unterlagen dem eine Klasse höher spielenden Zweitligisten 1. FC Magdeburg mit 1:3 (0:2). Regionalliga-Club Gütersloh zog gegen Bundesligist 1. FC Union Berlin mit 0:5 (0:3) den Kürzeren.

Patrik Schick legt für Leverkusen vor

Beim Bayer-Auftritt schickte Schiedsrichter Michael Bacher beide Teams nach nicht einmal 20 Minuten wegen des Gewitters in die Kabine. Nach der Unterbrechung köpfte Torjäger Patrik Schick zur Führung ein (32.). Obwohl Großaspachs Kapitän Volkan Celiktas Gelb-Rot sah (66.), bekleckerte sich Leverkusen nicht mit Ruhm. 

Der Brasilianer Arthur sorgte dann aber für das 2:0 (74.), ehe beim Gegner auch noch Mert Tasdelen mit glatt Rot vom Platz flog. Christian Kofane (84.) und Alejandro Grimaldo (87./Elfmeter) erhöhten auf 3:0 und 4:0. 

Im Saarbrücker Ludwigspark ließ der Überraschungs-Pokal-Halbfinalist von 2024 zunächst keinen Klassen-Unterschied zu den Magdeburgern erkennen. Fast aus dem Nichts konterten dann aber die Gäste die Saarländer aus: Martijn Kaars traf zum 1:0 (43.). Neuzugang Rayan Ghrieb (45.+2, 59.) traf zweimal für Magdeburg, ehe Tim Civeja (67.) auf 1:3 verkürzte. 

Union trifft, aber überzeugt nicht richtig

Union und Trainer Steffen Baumgart waren nach einer schwierigen Vorbereitung nach Gütersloh angereist, legten aber in der 19. Minute vor: Robert Skov traf per direktem Freistoß aus etwa 19 Metern. 

Vor 4.500 mitgereisten Fans erhöhten Leopold Querfeld und Danilho Doekhi für die Eisernen auf 2:0 (35.) und 3:0 (43.) gegen den Regionalligisten - jeweils nach einer Ecke. Aus dem Spiel heraus gelang den Berlinern jedoch nicht viel, auch wenn Andrej Ilic (78.) und Woo-Yeong Jeong (90.+4) noch trafen.

Vorjahresfinalist Arminia Bielefeld startet am Freitagabend (20.45 Uhr/Sky und ZDF) in die erste Runde des DFB-Pokals. Die Zeichen für eine erneute Überraschung zum Auftakt daheim gegen Bundesligist Werder Bremen stehen nicht schlecht. Bielefeld ist als Aufsteiger aktuell ungeschlagener Tabellenführer der 2. Liga. Es ist eine von vier Partien zum Auftakt der ersten Hauptrunde am Freitag.

Zuvor werden um 18.00 Uhr drei Begegnungen angepfiffen. Der letztjährige Doublesieger Bayer Leverkusen muss beim Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach antreten. Der Bundesligaclub 1. FC Union Berlin gastiert beim Regionalligisten FC Gütersloh. Außerdem empfängt Drittligist 1. FC Saarbrücken den Zweitligisten 1. FC Magdeburg. 

dpa