Ammersee-Schifffahrtssaison offiziell beendet

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Offiziell ist die Schifffahrtssaison auf dem Ammersee beendet: Bei einem „Goldenen Herbst“ könnten die Dampfer wie hier die „Utting“ aber nochmals auslaufen. © Roettig

40.000 Fahrgäste weniger als in der letzten Saison verzeichnete die Bayerische Seenschifffahrt auf dem Ammersee. Am Sonntag schipperten die vier Dampfer offiziell zum letzten Mal in diesem Jahr über Bayerns drittgrößten See.

Ammersee Aber es gibt Hoffnung auf eine Zugabe. Wie Geschäftsführer Michael Grießer verlauten ließ, könnten die Schiffe bei einem „Goldenen Herbst“ in der zweiten Monatshälfte an den Wochenenden 19./20. und 26./27. Oktober nochmals auslaufen. Er empfiehlt dazu einen Blick auf die Webseite.

Ammersee-Schifffahrtssaison offiziell beendet - Fahrbetrieb musste wegen Hochwasser eingestellt werden

Trotz der Fahrgastzahlen von ca. 275.000 (2023: 315.000) zeigte sich Grießer „grundsätzlich zufrieden mit der Saison auf dem Ammersee“. Schließlich musste wegen des Hochwassers der Fahrbetrieb für elf Tage komplett eingestellt werden und war darüber hinaus teilweise weiter eingeschränkt. Dieser Umstand sowie das durchwachsene Wetter seien hauptverantwortlich für den Besucherrückgang gegenüber dem vergangenen Jahr. Gab es 2023 laut dem Statistischen Bundesamt im Freistaat 755 Sonnenstunden, waren es in diesem Sommer nur 710.

An den Schönwettertagen zwischen 31. März und 13. Oktober, seien die Motorschiffe „MS Utting“ und „MS Augsburg“ sowie die Radmotorschiffe „RMS Dießen“ und „RMS Herrsching“ laut Michael Grießer von Ausflüglern und Urlaubern „sehr gut“ frequentiert worden. Neben dem Linienverkehr waren auch die Charterfahrten mit geschlossenen Gesellschaften, Schlemmer- oder Tanzabenden durchwegs gut gebucht.

Keine Zwischenfälle

Insgesamt verlief die Saison laut Michael Grießer ohne Zwischenfälle. Die wenigen Probleme waren hausgemacht wie in allen Jahren: StandUp-Paddler, die den Schiffen zu nahe kamen oder uneinsichtige Schwimmer, die die Anlegemanöver behinderten. Grießer: „Die Leute unterschätzen die Sogwirkung von ein- oder ausfahrenden Dampfern. Gottlob haben wir geschickte Schiffsführer, die ausweichen können, wenn die Sirene nicht hilft.“

Über die Wintermonate wird die Ammersee-Flotte in der Stegener Werft gründlich gewartet und aufpoliert. Beim Radmotorschiff „Herrsching“ sind im Trockendock größere Arbeiten angesagt. So wird der Außenanstrich erneuert und der Küchenbereich erhält einen neuen Boden. Wegen seines nostalgischen Charmes ist dieses Schiff bei Passagieren sehr beliebt, ist aber kein ein Oldtimer. Erst 2002 wurde es gebaut und verbindet Nostalgie mit Hightech. Motorisiert ist die Herrsching mit zwei Deutz-Marinedieselmaschinen, die die beiden Seitenschaufelräder antreiben. Somit ist sie zwar ein Schaufelradschiff, aber kein Raddampfer, sondern ein Radmotorschiff.

Die Arbeit der Stegener Mannschaft beschränkt sich außerhalb der Saison nicht nur auf die Wartung der Schiffe. Sie ist auch für die Stege rund um den Ammersee zuständig. So steht aktuell in Dießen der Neubau des Dampfersteges an und in Utting eine Stegkopferneuerung.

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