Das Gymnasium Miesbach ist wieder im Musical-Fieber: Gut 100 Mitwirkende proben aktuell für „Loserville“. Vier Aufführungen sind geplant, der Vorverkauf ist bereits angelaufen.
Miesbach – Band statt Orchester, 16 Solisten statt nur einer oder zwei Hauptrollen, Chor und Tanzgruppe im Mittelpunkt statt nur im Hintergrund: Anders als der Titel „Loserville“ der neuen Musicalproduktion des Gymnasiums Miesbach vermuten lässt, gibt es unter den knapp 100 Mitwirkenden keine Verlierer. Jeder habe hier viel Raum, sich auf der Bühne zu entfalten, erklärt der für die Schauspieler und Regie verantwortliche Lehrer Martin Moßbacher. Entsprechend groß sei die Vorfreude und Motivation der Schüler ab der achten Klasse aufwärts, für die vier Aufführungen zu proben.
Die finden übrigens schon länger nicht mehr – wie bei vergangenen großen Schulmusicals oft der Fall – in der Miesbacher Oberlandhalle statt, sondern erneut im Stammhaus des Ensembles, der Aula des Gymnasiums. Die sei dank des jahrelangen finanziellen Engagements des Fördervereins mit moderner Bühnentechnik ausgestattet und biete für mehr als 250 Zuschauer Platz. Dass die am Ende auch voll werden, daran besteht zumindest aktuell kein Zweifel. Die Premiere am Freitag, 14. Februar, ist laut Moßbacher bereits so gut wie ausverkauft.
Geschichte spielt in den frühen 1970er-Jahren
Die Geschichte von „Loserville“ spielt in den frühen 1970er-Jahren. Basierend auf dem Album „Welcome to Loserville“ der britischen Pop-Punk-Band Son of Dork werfen James Bourne und Elliot Davis einen komödiantisch-augenzwinkernden Blick auf den steinigen Weg des Erwachsenwerdens. Denn auch in einer Welt ohne E-Mail, WhatsApp und Instagram war das Teenagerdasein schwierig. Alles verändert sich – auch der eigene Körper und das Verhältnis zum anderen Geschlecht – und dann ist da auch noch die Angst, im sozialen Abseits zu landen. In „Loserville“. Moßbacher sieht hier eine ganze Reihe von Anknüpfungspunkten, denn auch in den 1970ern sei die Digitalisierung schon ein Thema gewesen, die Selbstfindung in Schule und Gesellschaft stark beeinflusst habe. Wenn auch mit Computern in Form von monströsen Klötzen, für die sich damals in der Wahrnehmung der meisten Teenager nur Menschen interessierten, die keine oder nur seltsame Freunde hatten.
Die Mitwirkenden des Musicals am Gymnasium Miesbach – darunter viele angehende Abiturienten – dürften nicht unter diese Gruppe fallen. Ob Sänger, Schauspieler, Tänzer oder Musiker: Sie alle sind durch die Proben noch mehr zusammengewachsen. Gecoacht werden sie von Markus Zellinger (Chor und Kammerchor), Simon Weiß (Band mit drei Klavieren, zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug), Christine Acher und Evi Raum (Tanzgruppe) sowie Moßbacher selbst (Regie und Technikgruppe). Um das Bühnenbild kümmert sich Jan Lauerbach.
Vorverkauf bereits angelaufen
Folgende Aufführungen sind geplant: öffentliche Vorpremiere (günstigere Karten) am Donnerstag, 13. Februar, um 19.30 Uhr, Premiere am Freitag, 14. Februar, um 19.30 Uhr sowie zwei weitere Termine am Samstag, 15. Februar, um 18.30 Uhr und am Sonntag, 16. Februar, um 19.30 Uhr. Einlass ist jeweils 45 Minuten vor Beginn. Karten sind zum Preis von zehn Euro (Schüler) und 15 Euro (Erwachsene) ab sofort und ausschließlich in der Schulbibliothek sowie nach Verfügbarkeit noch an der Abendkasse erhältlich. Nähere Infos zur Aufführung gibt es direkt in der Schulbibliothek unter Tel. 0 80 25 / 9 94 92 30.