Mit der offiziellen Bekanntgabe seiner Wiederkandidatur setzte Josef Taffertshofer bei der Aufstellungsversammlung der Wählerliste Wildsteig allen Spekulationen ein Ende. Der Bürgermeister bewirbt sich bei der Kommunalwahl im kommenden März um eine fünfte Amtsperiode.
Wildsteig – „Ursprünglich war ich fest dazu entschlossen, aufzuhören“, schickt Josef Taffertshofer, der seit 2002 im Amt ist, seiner Antrittsrede vor den Mitgliedern und Unterstützern der Wählerliste Wildsteig voraus. „Aber der Zuspruch aus der Bürgervereinigung war so groß, dass ich mich entschlossen habe, noch einmal anzutreten.“
Entscheidend für seine erneute Kandidatur sei auch die Finalisierung seines Herzensprojekts, der Bau des Multifunktionsgebäudes, gewesen. In seiner Rede hob Taffertshofer die listenübergreifende, gute Zusammenarbeit im Gemeinderat hervor und zählte sämtliche Wahlversprechen auf, die er in den letzten sechs Jahren umgesetzt habe: die Investition in die Gesundheits- und Nahversorgung, das vorbildliche Nahwärmenetz, das man trotz schwierigster Voraussetzungen auf die Beine gestellt habe, den Bau des Waldkindergartens und das neu ausgewiesene Bauland am Grohholz.
Wildsteig sei eine Vorzeigegemeinde im Bereich der erneuerbaren Energien und ein Dorf, in dem der soziale Zusammenhalt funktioniere. In diesem Zusammenhang hob Taffertshofer besonders die Vereinsförderung hervor: „Wir investieren so viel für unsere Vereine wie keine andere Gemeinde im Landkreis.“
In der neuen Amtsperiode will der Wildsteiger Ortschef besonderes Augenmerk auf eine weitere Verbesserung der sozialen Infrastruktur legen: „Früher haben sich die Leute beim Kramer, Schuster oder Schmied getroffen. Heute gibt es das nicht mehr. Eine funktionierende Dorfgemeinschaft lebt aber vom Austausch. Deshalb müssen wir wieder solche sozialen Treffpunkte schaffen.“ Der Dorfladen solle ein solcher Ort der Begegnung werden.
Weitere Vorhaben für die nächsten Jahre betreffen die Sanierung des Sportheims, die Ausweisung neuer Gewerbegebiete („Das ist uns bisher leider nicht gelungen“) und die Schaffung von Arbeitsplätzen im Ort. Seine größten Stärken sieht der Wildsteiger in der „Kunst des Weglassens“, seinem Mut und seiner Schaffenskraft: „Ich bin ein Pragmatiker, der nicht lange redet, sondern handelt.“ Gesundheitlich gehe es ihm gut. Zumindest fühle er sich fit für weitere sechs Jahre, und „wenn sich das ändern sollte, werdet ihr mich schon darauf hinweisen“, schmunzelt der 65-jährige.
Taffertshofer wurde von den Mitgliedern der Wählerliste mit überwältigender Mehrheit zum Bürgermeisterkandidaten ernannt. Da es – Stand heute – keinen Gegenkandidaten gibt, dürfte seine Wiederwahl im kommenden März reine Formsache sein.
Die Kandidaten
1. Josef Taffertshofer
2. Bernhard Schilcher
3. Franz-Xaver Mayr
4. Johanna Wetzl
5. Florian Lang
6. Anna-Maria Liebl
7. Christine Braun
8. Martin Lüdemann
9. Siegfried Kees
10. Georg Knöpfle
11. Ferdinand Freymark
12. Bernhard Freund
Ersatzkandidat:
Josef Wörle