Die KVD kann aufatmen. Die Künstlervereinigung Dachau hat eine Zwischenlösung gefunden, für die Zeit, in der die Galerie in der Schranne renoviert werden muss.
Dachau – „Jetzt, wo die Neue Galerie die Räumlichkeiten aufgeben muss, werden wir, zumindest für die Zeit der Renovierung, die Galerie als Nachmieter übernehmen und dort unsere Ausstellungen machen“, gibt Johannes Karl, KVD-Vorsitzender, bekannt. Der Zweckverband der Dachauer Galerien und Museen ist laut Karl bis 30. April noch Mieter der Räumlichkeiten in der Konrad-Adenauer-Straße 20, ab dem 1. Mai ist es dann die KVD. Ursprünglich war laut Karl geplant, dass sich der Zweckverband die Räumlichkeiten mit der KVD als Untermieter für etwa zwei Jahre teilt.
„Wir werden bereits im März 2025 als Untermieter des Zweckverbands eine Ausstellung in der ehemaligen Neuen Galerie machen“, erzählt Karl. Im Januar soll die letzte Ausstellung in der Schrannen-Galerie stattfinden, „im Februar ziehen wir dort komplett aus“. Voraussichtlich dauert die Renovierung in der Schranne dann zwei Jahre.
Höhere Miete, aber Verein hat finanzielles Polster
Im Vergleich wird sich die Miete in der Konrad-Adenauer-Straße 20 „schon ein bisschen erhöhen“, so Karl. Doch sei der Betrag noch im machbaren Rahmen. Die Künstlervereinigung habe noch genug finanziellen Puffer in der Jahresplanung. „Als Verein sind wir mit dieser Lösung zufrieden.“ Sei der Übergangsstandort doch nicht weit vom alten entfernt und habe die Galerie technisch gesehen schon alles, was die KVD künftig für Ausstellungen braucht. Doch unter die Freude mischt sich auch Trauer.
„Die Künstlerstadt verliert eine tragende Säule. Die Künstlervereinigung Dachau e.V. bedauert die Schließung der Neuen Galerie Dachau als Folge der im Kreistag beschlossenen Sparmaßnahmen“, schreibt die KVD in einer von ihr gestalteten und veröffentlichten Traueranzeige für die Neue Galerie am Mittwoch. Es fehle fortan ein wichtiger Ort für zeitgenössische Kunst in Dachau und ein zuverlässiger Partner der KVD im zeitgenössischen Kunstnetzwerk, heißt es weiter. Diese Galerie sei laut KVD durch überregionale Strahlkraft für die Künstlerstadt Dachau und den Landkreis von Bedeutung gewesen. „Sie war ein wichtiger Kooperationspartner, ohne den viele Ausstellungsprojekte des internationalen Austauschs nicht möglich gewesen wären“, beendet der Verein seine Traueranzeige.