Herbe Überraschung in der Stadt Fürstenfeldbruck: Vier langjährige CSU-Stadträte verlassen die Fraktion und den Ortsverband ihrer Partei. Dem Stadtrat wollen sie trotzdem weiter angehören. Unter neuem Namen.
Fürstenfeldbruck - „Mit sofortiger Wirkung, das heißt zum 16. Oktober 2025, erklären wir Unterzeichnenden ihren Austritt aus der Fürstenfeldbrucker Stadtratsfraktion der CSU und dem CSU-Ortsverband Fürstenfeldbruck“, heißt es in einer Erklärung vom Donnerstag in der Früh. Die Unterzeichnenden, das sind namhafte CSU-Vertreter: Robert Aldini, Birgitta Klemenz, Andreas Lohde und Michael Piscitelli.
„Wir werden bis zur Kommunalwahl dem Stadtrat als unabhängige Fraktion angehören“, heißt es weiter. Der Oberbürgermeister der Stadt Fürstenfeldbruck, Christian Götz, sei über diesen Schritt informiert. Die Gruppierung gibt sich den Namen „Fürstenfeldbrucker Mitte“.
„Wir sind 2020 von den Bruckerinnen und Bruckern gewählt worden – mit vielen persönlichen Stimmen. Ihnen sind wir weiterhin verpflichtet. Deshalb legen wir unsere Mandate nicht nieder“, heißt es in der von Birgitta Klemenz versandten Mitteilung.
Für die Kommunalwahl sei die Aufstellung einer eigenen Liste geplant, „mit der wir weiterhin die Politik in Fürstenfeldbruck aktiv mitgestalten wollen“, wie es heißt. „Wir haben uns diese Entscheidung – jeder und jede für sich – nicht leicht gemacht.“
Die CSU hatte erst vor kurzem einen Newcomer als OB-Kandidat nominiert. Dies aber mit überzeugender Mehrheit. Vorher hatte es Reibereien im Ortsvorstand gegeben. Neue Gesichter übernahmen die Führung.