Die russischen Luftstreitkräfte erleben eine Serie von Pannen, die viele kaschierte Schwächen offenlegen. Ein Militärexperte sprach laut "New Voice of Ukraine" über die jüngsten Ereignisse, darunter den Absturz eines großen Antonow An-22-Transportflugzeugs.
Immer wieder Unfälle und technische Probleme
Die Probleme der russischen Luftwaffe gehen jedoch weit über diesen Vorfall hinaus. So wurde laut "New Voice of Ukraine" kürzlich in einem unterirdischen Hangar ein Schleudersitz versehentlich aktiviert, wodurch zwei Piloten ums Leben kamen.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelte es sich um ein Flugzeug der Su-34- oder Su-35-Serie. Zudem erinnerte der Experte an den Absturz eines Flugzeugs direkt nach dem Start von einer Reparaturanlage, bei dem Zivilisten zu Schaden kamen.
Mehrere Vorfälle pro Jahr
„In den letzten vier bis fünf Jahren gab es bis zu zehn ähnliche Zwischenfälle“, erklärte er. Dazu zählen auch unbeabsichtigte Bombenabwürfe, wie ein Vorfall über Kursk, bei dem eine Bombe in einem Wohngebiet explodierte. Russische Propagandisten haben in der Vergangenheit bereits eingeräumt, dass Ersatzteile fehlen und Flugzeuge für Teile ausgeschlachtet werden.
Polen will Ukraine letzte sowjetische Jets überlassen
Unterdessen will Polen will der Ukraine seine letzten sowjetischen MiG-29-Jets überlassen, im Gegenzug für neue Raketen- und Drohnentechnologie aus Kiew. Der polnische Generalstab in Warschau schrieb auf der Plattform X von einer „Spende der Flugzeuge“, sie sei „Teil der Politik der Allianz zur Unterstützung der Ukraine und zur Aufrechterhaltung der Sicherheit der Ostflanke der NATO“.
In Polen hätten die Mehrzweckkampfflugzeuge sowjetischer Bauart das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht, ihre Aufgaben würden von Kampfjets F-16 aus den USA und FA-50 aus Südkorea übernommen. Die Gespräche über Raketen- und Drohnentechnik aus der Ukraine liefen noch. Hauptziel sei „der Erwerb und die gemeinsame Entwicklung neuer Verteidigungs- und Industriekompetenzen“.